Österreich

Linz09: Teure Folgen

Heute Redaktion
14.09.2021, 17:10

Es hätten Fluchtlinien von Verfolgten des NS-Regimes sein sollen, erschlossen hat sich die abgeschlagene Fassade am Linzer Brückenkopfgebäude (Bild) im Rahmen von Linz09 jedoch den Wenigsten. Das denkmalgeschützte Haus wird nun im Frühling um 40.000 Euro repariert, obwohl ein Totalumbau bereits bevorsteht.

Die Bundes-Immobiliengesellschaft muss - wie vor dem Start des Projekts Unter Uns vereinbart - 40.000 Steuer-Euros (eine halbe Million Schilling) in die Wiederherstellung des Baus aus dem Zweiten Weltkrieg stecken. Die abgeschlagenen Bereiche werden nachgebessert, sobald es wärmer wird, erklärt BIG-Sprecher Ernst Eichinger. Die Farbe würde zwar angepasst, doch Unterschiede zwischen Alt und Neu seien wahrscheinlich zu sehen, gesteht er.

Obwohl sich viele Linzer eine schnelle Wiederherstellung des Originalzustands wünschen (siehe Umfrage unten), ist die Sinnhaftigkeit der teuren Zwischensanierung fraglich. Denn: Wenn alles perfekt läuft, könnten wir dort in einem Jahr mit dem Umbau für die Erweiterung der Kunstuniversität beginnen, erklärt Eichinger. Momentaner Kostenpunkt: etwa 17,5 Millionen Euro. Derzeit wird - wie berichtet - der Vorentwurf des Architekten Adolf Krischanitz ausgearbeitet. Er hatte vor einem Jahr durch seine Pläne für Glaskuben auf den Brückenkopf-Dächern für Aufregung gesorgt.

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