Linzer (38) soll Frau acht Jahre lang gequält haben

Der Beschuldigte soll zwei Frauen jahrelang gequält haben.
Der Beschuldigte soll zwei Frauen jahrelang gequält haben.Bild: Kein Anbieter/W.M.
Die Vorwürfe sind widerlich! Ein Linzer soll zwei Frauen eingesperrt, geschlagen und zur Prostitution gezwungen haben. Ihm drohen fünf Jahre Haft.
In Handschellen wurde der Beschuldigte Mittwochfrüh von einem Justizwachebeamten in den Gerichtssaal im ersten Stock geführt. Der 38-Jährige erschien in feinem Anzug und mit Krawatte. Die Haare kurz geschoren, nahm er kommentarlos vor der Richterin Platz.

Die Anklageschrift ist aber alles andere als fein. Denn laut Staatsanwalt quälte der Linzer acht Jahre lang seine Freundin. Demnach soll er sein Opfer immer wieder geschlagen und an den Haaren gepackt haben. Die Frau habe zahlreiche Wunden und Hämatome im Gesicht erlitten. Auch ein Schneidezahn sei ihr um Zuge der Misshandlungen ausgebrochen.

Mit dem Umbringen bedroht



CommentCreated with Sketch.3 Kommentar schreiben Arrow-RightCreated with Sketch. Der 38-Jährige soll sie auch mit dem Umbringen bedroht haben. Er habe gesagt, sie dürfe nicht die Polizei verständigen und auch keine Beziehungen zu anderen Männern haben. Wie er einräumte, hatte er selbst aber sehr wohl Beziehungen zu anderen Frauen. Der Linzer soll seine Freundin auch während eines Streits einige Zeit festgehalten haben und mit ihr gegen ihren Willen herumgefahren sein.

Der Beschuldigte, der von vielen nur als "König von Linz" bezeichnet wurde, stritt bei der Verhandlung die Vorwürfe ab. Er habe seine Lebensgefährtin nur einmal geschlagen. Dabei hätte sie einen Zahn, genauer gesagt ein Provisorium, verloren. Er habe sich dafür aber entschuldigt.

Laut Anklage hat der vorbestrafte Beschuldigte mehrere Clubs, unter anderem ein Bordell, betrieben. Dort solle er dann auch auf sein zweites Opfer getroffen sein. Diese Frau hat er als Kellnerin in einem Pub in Linz angestellt.

Mit dem Kopf gegen die Tischplatte geschlagen



Er habe ausgenützt, dass sie auf den Job angewiesen war, und ihr einen viel zu geringen Lohn gezahlt. Er habe sie zum Sex mit ihm und zur Prostitution gezwungen und einmal mit dem Kopf gegen eine Tischplatte geschlagen. Auch hier bestritt er sämtliche Anschuldigungen.

Der Prozess wurde zu Mittag auf unbestimmte Zeit vertagt. Begründung: Zwei weitere Zeugen müssen noch befragt werden. Im Falle einer Verurteilung drohen dem Beschuldigten bis zu fünf Jahre Haft.





(mip)

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