Die wichtigste Botschaft der Ärzte vorweg: Die neuen Tabletten sollen die Impfung nicht ersetzen, sondern sie sollen dazu dienen, schwere Verläufe zu mildern. Die Tablette wird deshalb auch nicht präventiv genommen, sondern soll die Symptome lindern.
"Vielleicht schon zu Jahreswechsel werden wir das erste neue Medikament zur Verfügung haben: Das ist ein Präparat, das in Studien zeigen konnte, dass der Verlauf 30 bis 50 Prozent reduziert werden kann", so der Vorstand der Lungenheilkunde an der Uniklinik Linz im ORF.
Und: Im ersten Quartal 2022 soll es noch eine neue Tablette geben, die das Risiko von schweren Verläufen sogar um 90 Prozent senken kann.
"Beide (Molnupiravir von der Firma Merck, Paxlovid von der Firma Pfizer) sind als Tabletten zur zweimal täglichen Einnahme über 5 Tage gedacht. Der Einsatz muss, um gute Wirkung zu erlauben, möglichst früh erfolgen. Idealerweise in den ersten drei Tagen, zumindest aber in den ersten 5 Tagen der Erkrankung", präzisiert Lamprecht gegenüber "Heute"
Die Tabletten sollen vor allem dort eingesetzt werden, wenn Menschen trotz Impfung erkranken oder bei Menschen, deren Immunsystem nicht auf die Impfung anspricht. "Das kann ein wertvolles zweites Sicherheitsnetz werden, wird ab er die Impfung nicht ersetzen können. Reparaturmedizin ist der Vorsorgemedizin natürlich unterlegen", so Lamprecht weiter.