Ein 59-jähriger Ausbildner der Polizeischule in Linz soll am 5. Mai einen Kollegen mit einer Dienstpistole angeschossen haben. Der Grund: Er soll eine Übungspistole mit der Dienstwaffe verwechselt haben.
Am Montag musste er sich vor dem Landesgericht Linz verantworten. Der Angeklagte wurde zu einer Geldstrafe von 5.000 Euro verurteilt. Diese muss er binnen drei Monaten bezahlen, dann bleibt ihm eine Vorstrafe erspart. Dem Ausbildner drohte im schlimmsten Fall eine Haftstrafe von zwei Jahren.
Angeklagter ist geständig
Er könne sich nicht erklären wie es zu dem Vorfall gekommen sei, sagte der Angeklagte bei der Verhandlung, er war aber voll geständig.
Er wollte seinem 46-jährigen Kollegen eigentlich nur die Funktionsfähigkeit seiner neuen Übungswaffe demonstrieren und zielte auf die Tischplatte in einem Sozialraum der Polizeischule Linz.
Hand von Projektil durchschlagen
Statt des grünen Laserstrahls aus der vermeintlichen Trainingswaffe löste sich aber nach dem Abdrücken ein Schuss, der die Hand des Kollegen durchschlug. Knochen und Nervenstränge in der Hand wurden verletzt.
Der 46-jährige Kollege ist derzeit noch im Krankenstand, hat drei Operationen hinter sich. Er könne jetzt zumindest mit dem Zeigefinger den Daumen berühren, sein Handgelenk sei aber ein Trümmerhaufen.
Eine Polizeischülerin erlitt bei dem Vorfall ein Knalltrauma.
(rs)