Linzer "Remembar"-Cluster: Panne bei Registrierung

14 Infizierte zählt inzwischen der "Remembar"-Cluster.
14 Infizierte zählt inzwischen der "Remembar"-Cluster.Remembar
Für Wirbel sorgt der Corona-Cluster rund um die Linzer "Remembar": Es gibt 14 Infizierte – und eine Panne bei der Gästeregistrierung.

Katerstimmung nach der Partynacht von Freitag, 9. Juli, auf Samstag, 10. Juli: Fünf Besucher der Linzer "Remembar" – vier Linzer, einer aus dem Bez. Wels-Land – "wiesen eine Corona-Infektion auf", so die Stadt Linz.

Dieses Cluster wuchs inzwischen auf 14 Infizierte an, so der Lagebericht des Linzer Krisenstabs vom vergangenen Freitag, 16. Juli. Weiters gelten 48 weitere Personen als Kontaktpersonen (wir berichteten).

Nur 12 Party-Gäste registriert?

Für Wirbel sorgte außerdem, dass im Lagebericht davon die Rede ist, dass "sich insgesamt nur 12 Personen an diesem Abend registriert" hatten. Gegenüber "Heute" erklärte die Stadt, dass man gegen den Betreiber ermittle, weil offenbar die Registrierungspflicht ignoriert worden sei.

Das wiederum bestreitet "Remembar"-Chef Marc Zeller, den "Heute" im Urlaub erreichte. Er sagt: "Bei uns läuft alles korrekt, jeder Gast muss sich registrieren. Ohne Registrierung kommt er gar nicht in das Lokal."

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Die Gäste-Registrierung erfolgt über die myVisitPass-App der Oberösterreich Tourismus GmbH. Zeller habe, nachdem ihn die Stadt Linz am Donnerstag, 15. Juli, über Corona-Fälle in seinem Lokal informiert hatte, der Gesundheitsbehörde eine Liste mit den Daten der registrierten Gäste zukommen lassen (diese Liste wird automatisch vom Programm erstellt, ist verschlüsselt; der Gastronom kann die Daten nicht einsehen, sondern nur die zuständige Behörde).

Freitag habe er dann einen Anruf bekommen, dass die Datei nur 12 Gästenamen umfasse (diese Zahl tauchte dann auch in besagtem Lagebericht der Stadt Linz auf). "Das könne nicht sein, sagte ich der Dame, die mich anrief", so Zeller. "Ich hab' dann eine weitere Liste an die Stadt geschickt."

Doch auch auf dieser seien zunächst nicht nennenswert mehr Daten gewesen, so die Stadt-Mitarbeiterin bei einem weiteren Anruf zu Zeller. Inzwischen ist allerdings klar: Es gab eine Panne. Das gibt die Stadt mittlerweile auch zu.

"Es gab technische Schwierigkeiten"

Mittlerweile habe die Stadt eine Liste mit 178 Gästeregistrierungen des betreffenden Tages. Zuvor habe es, so die Stadt in einer Stellungnahme, technische Schwierigkeiten gegeben. Offenbar beim Auslesen der Liste, vermutet Zeller. Linz rechtfertigt sich damit, dass "das in den Lokalen zur Gästeregistrierung verwendete System nicht vom Magistrat zur Verfügung gestellt und betreut wird."

Wegen der Panne bei der Datenübermittlung wurden "die Ermittlungen im Hinblick auf allfällige verwaltungsstrafrechtliche Tatbestände eingestellt".

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