Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) und Infrastruktur-Stadtrat Markus Hein (FPÖ) haben recht behalten. Schon bei der Präsentation der Pläne für eine Stadt-Seilbahn (wir berichteten) meinten sie, dass das Projekt wohl von vielen als utopisches Hirngespinst abgetan werden würde.
Und prompt gibt es nun erste Kritik an der bis zu 283 Millionen Euro teuren Seilbahn.
"Natürlich soll es beim Öffi-Verkehr keine Denkverbote geben. Die Umsetzung der lange versprochenen 2. Straßenbahnachse muss aber Vorrang haben", mahnt etwa Klaus Grininger, Mobilitätssprecher der Grünen Linz.
Die Bürgerinitiative Linz-Süd sieht das Projekt ebenfalls mehr als kritisch: "Aus unserer Sicht auch viel zu teuer – und unfinanzierbar – € 283 Mio.! – bei den Stadtfinanzen!
Mit dem Geld könnte man viel Sinnvolleres finanzieren", wettert deren Sprecher Michael Mandl.
Und Mandl hat auch Vorschläge was mit dem Geld gemacht werden soll. Die Stadt Linz soll die Millionen der ÖBB geben, damit sie die S-Bahn ausbaut. Oder man könne damit auch Park&Ride-Anlagen finanzieren.
Auch die Linzer KPÖ kann dem Projekt wenig abgewinnen. "Je offensichtlicher das Politikversagen, umso abenteuerlicher und absurder die Verkehrsprojekte", lässt KPÖ-Linz Verkehrssprecher Michael Schmida kein gutes Haar an den Plänen. Statt Verkehrsprobleme lösen zu wollen, werden nicht finanzierbare und unbrauchbare Luftschlösser der Öffentlichkeit vorgestellt, der der KPÖ-Politiker.
Ganz anders sehen das die "Heute"-Leser. Bei einer Umfrage haben sich 73 Prozent für das Projekt ausgesprochen. 24 Prozent meinten, dass sei keine gute Idee, man solle lieber andere Projekte ausbauen.
(gs)