Der Linzer SPÖ-Bürgermeister Klaus Luger wird von Gästen seiner eigenen Hochzeit angepatzt. Er soll bei dem Fest um Spenden für sein Traumhaus in Kroatien gebeten haben. Die Spender sollen sich im Gegenzug Aufträge der Landeshauptstadt erwartet haben.
Acht Wochen vor den bekommt der rote Bürgermeister von Linz Klaus Luger Ärger von "Freunden" wegen seiner Hochzeitsfeier im Mai. Laut dem Nachrichtenmagazin "profil" haben sich Gäste, die anonym bleiben wollen, über den Spendenaufruf für den Hochzeitswunsch Lugers beschwert. Er will sich nämlich ein Ferienhaus in Kroatien zulegen. Die Gäste regen sich auf, dass sich besonders edle Spender eine bevorzugte Behandlung bei Aufträgen der Stadt Linz sichern hätten können.
"Keine Vorteile"
Der SPÖ-Politiker weist den Vorwurf zurück: "Ich habe nur Freunde und Wegbegleiter eingeladen. Niemand war dabei, der von Spenden für unseren gemeinsamen Hochzeitswunsch irgendwelche Vorteile erwarten darf." Insgesamt hat das frisch vermählte Paar von 282 Gästen 24.000 Euro bekommen. Der höchste Betrag war 700 Euro, "bezahlt von einem Freund mit Null-Bezug zu Linz", so Luger. Auch die Feier selbst in der voestalpine-Stahlwelt sei von ihm "zu ganz normalen Tarifen" bezahlt worden.