Linzer stehen jedes Jahr 98 Stunden im Stau

Die Autofahrer stehen in Linz 98 Stunden pro Jahr im Stau.
Die Autofahrer stehen in Linz 98 Stunden pro Jahr im Stau.Bild: iStock

Zusammen mit dem Navi-Hersteller TomTom hat die Stadtforschung die Staudaten in Linz genau analysiert. Am längsten dauert es Montagmorgen zwischen 7 und 8 Uhr.

Warum, wann und wo genau es staut – dies hat der Navi-und Software-Hersteller TomTom in insgesamt 416 Städten in 57 Ländern genau analysiert.

Was die Staudauer betrifft, liegt Linz im Österreich-Vergleich nur auf Rang fünf. Wir stehen laut Analyse pro Jahr 98 Stunden im Stau.

Die Stauhauptstadt Österreichs ist wenig überraschend Wien (112 Stunden), gefolgt von Salzburg und Graz (je 101).

„Wie der aktuelle Vergleich zeigt, liegt Linz in Bezug auf die durchschnittliche Stauintensität besser als allgemein angenommen. Das bedeutet aber nicht, dass wir die Hände in den Schoß legen können. Wir mussen weiter daran arbeiten, das Umsteigen auf den ÖV und andere sanfte sowie umweltfreundliche Mobilitätsformen noch attraktiver zu machen", so Bürgermeister Klaus Luger (SP).

PKW-Anteil in Linz auf 105.000 Fahrzeuge gestiegen

Trotz der durch eine weggefallene Donauquerung geschwächten Verkehrsinfrastruktur konnte Linz bei den Städten zwischen 100.000 und 800.000 Einwohnern seit dem Jahr 2017 einen Platz gut machen.

Dabei ist auch der PKW-Bestand in Linz seit 2015 von 100.000 auf mehr als 105.000, also um funf Prozent, gestiegen.

Laut der genauen Datenauswertung ist übrigens der Stau Montagmorgen am stärksten. In Linz findet die morgendliche Rushhour zwischen 7 und 8 Uhr statt. Die abendliche Rushhour liegt zwischen 16 und 17 Uhr. Zu diesen Zeiten benötigt man wochentags durchschnittlich 13 Minuten mehr fur eine 30-

minutige Fahrt.

Der stärkste Stau entsteht in der Landeshauptstadt montags zwischen 7 und 8 Uhr in der Fruh. Der durchschnittliche Überlastungsgrad beträgt in dieser Zeit 52 Prozent.

Absolviert ein Lenker an 230 Arbeitstagen zu jeder Rushhour eine unter fließenden Verkehrsbedingungen 30 Minuten dauernde Fahrt, werden im Jahr insgesamt 98 Stunden verschwendet.

Übrigens: Sowohl der staustärkste als auch der stauärmste Tag des Jahres 2019 waren im Jänner zu finden. Am Sonntag, 20. Jänner, betrug der Tagesdurchschnitt des Überlastungsgrades nur drei Prozent. Nur drei Tage später war der staustärkste Tag des Jahres. Überlastungsgrad: 46 Prozent. Damals versank Linz in einem Schneechaos und auf der A1 hatte sich ein schwerer Unfall ereignet.

Durch notwendige Straßenbauten, die wie die Brucken samt Westumfahrung Entlastungsmaßnahmen zum Ziel haben kann eine Verkehrsreduktion in innerstädtischen Gebieten erreicht

werden. Laut Luger geht es aber nicht darum, eine autogerechte Stadt zu schaffen, sondern um nachhaltige Lösungen durch den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs.

Zwei neue Stadtbahnen

"Wir müssen weite daran arbeiten, das Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr und andere sanfte sowie umweltfreundliche Mobilitätsformen noch attraktiver zu machen", sagt der Stadtchef.

Neben neuen Bus- wie O-Buslinien sollen zwei neue Stadtbahnendie Verkehrssituation erleichtern. Das aktuelle S-Bahn-Netz, das aus funf Linien besteht, soll um zwei weitere Linien in Richtung des nordwestlichen und des nordöstlichen Muhlviertels erweitert

werden.

So soll die zukunftige S6 auf der Strecke der Muhlkreisbahn

und die zukunftige S 7 als Stadtbahn nach Gallneukirchen/Pregarten fuhren.

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