Rasend vor Eifersucht lauerte ein Bauarbeiter (31) seinem Nebenbuhler (34) auf, jagte ihn mit dem Auto mit bis zu 180 km/h durch Linz. Als der Verfolgte einen Unfall baute, riss ihn der Täter aus dem Auto, stach 25 Mal auf ihn ein - Mord! Am Montag stand der Verdächtige vor Gericht. Er gestand die bestialische Tat in allen Einzelheiten
Die fürchterliche Tat spielte sich am 6. Mai in den späten Abendstunden im Linzer Bahnhofsviertel ab. Der in Österreich lebende Türke Etherm C. (31) wollte offenbar nicht wahrhaben, dass sich die Mutter seiner Kinder für einen anderen Mann entschieden hatte. Dass er diese Szenen der Eifersucht als Motiv für die Tat nannte, ist doppelt bitter. Denn er selbst hatte seine Frau betrogen, sie und die beiden Kinder zwei Wochen vor dem Mord verlassen. Doch das war für ihn kein Grund, sich an dem vermeintlichen neuen Liebhaber nicht zu rächen. Er beobachtete und verfolgte seine Gattin auf Schritt und Tritt, wartete, bis sie am Abend mit ihrer Arbeit als Putzfrau fertig war. Als er um 20 Uhr dann noch den Wagen des vermeintlichen Nebenbuhlers nahe ihrer Arbeitsstelle stehen sah, rastete er aus. Er stellte Halil K. (34) zur Rede. Der sprang daraufhin in sein Auto, fuhr davon. Doch Ethern C. gab nicht auf. Er fuhr seinem Landsmann nach, jagte ihn mit 180 km/h über die Kärntnerstraße - bis es an der Kreuzung Waldeggstraße zum mörderisch tödlichen Finale kam!
Vor Gericht zeigte sich C. geständig. Allerdings: Anwalt Andreas Mauhart beantragte ein weiteres Gutachten. Der Prozess wurde auf Jänner vertagt. Robert Loy