Der Handel geschlossen, die Gastronomie zu und die Aufforderung wenn es möglich ist ins Home-Office zu wechseln. Österreich befindet sich seit dem Montag im Lockdown, den vierten mittlerweile. Doch wir wirkt sich das auf das tägliche Leben aus. Sind wirklich viele Menschen daheim und vermeiden Kontakte?
Montagmittag, am Linzer Hauptplatz: Es ist schon ein trauriger Anblick, nicht nur weil es regnet. Da wird gerade der Christkindl-Markt abgebaut, bevor er überhaupt eröffnet wurde. Einzelne Standler räumen ihre Hütten aus, die sie erst vor wenigen Tagen mit Waren gefüllt haben.
Sonst gehen nur vereinzelt Menschen über den großen Platz, der sonst zur Mittagszeit recht voll ist. Kein Wunder, die Lokale haben alle geschlossen, die Händler bieten maximal Click-and-Collect an.
Wie Alex Stelzer von der Buchhandlung Alex. Er hat schon im ersten Lockdown ein Bücher-Lieferservice etabliert, kann sich auf seine Stammkundschaft verlassen. Die Tür zu seinem Geschäft ist offen, aber durch ein Band "abgesperrt". Dort kann man sich Bücher bestellen und abholen - inklusive Handdesinfektion.
"Natürlich zipft es mich an, aber was soll ich machen. Zumindest weiß ich, dass Kunden kommen und das Angebot schätzen", sagt der Buchhändler.
In vielen anderen Geschäften an der Landstraße hängen Zettel mit Handynummern, bei denen man anrufen und Waren aller Art bestellen kann. Während auf der Landstraße zumindest an der Bim-Haltestelle einiges los ist, weil viele Schülerinnen und Schüler heim fahren, ist in der Herrenstraße und auf der Promenade kaum eine Menschenseele zu sehen.
Auch Autos sind deutlich weniger als zu normalen Zeiten unterwegs. Eines war aber auch am ersten Lockdown-Tag fast wie immer: Im Frühverkehr ist es auf der A7 in Richtung A1 zu einem größeren Stau gekommen – wegen eines defekten Autos.