Paukenschlag in der Studentenpolitik an der Kepler-Universität! Trotz Wahlsiegs der VP-nahen Aktionsgemeinschaft (AG) erhalten ihre Vertreter nicht den ÖH-Vorsitz am Campus. Der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ), StudentInnenunion (ÖSU) sowie Grüne und Alternative StudentInnen (GRAS) bilden eine Ampelkoalition.
Bereits bei der Wahl zur Hochschülerschaft 2007 konnte sich die Aktionsgemeinschaft als stimmenstärkste Fraktion unter den mehr als 14.000 angehenden Akademikern mit 27 Prozent behaupten. Zwei Jahre später baut die VP-nahe Fraktion ihre Führung sogar aus und legt auf knapp 32 Prozent zu - doch die Früchte des Sieges können die AG und ihr Spitzenkandidat Martin Oberndorfer auch nach dem jüngsten Urnengang Ende Mai nicht ernten. Wie bereits vor zwei Jahren einigten sich Sonntagnachmittag VSStÖ, ÖSU und GRAS in Geheimverhandlungen auf eine Fortsetzung der Ampelkoalition. Künftig werden die drei Fraktionen insgesamt 56 Prozent der Stimmen vereinen und sieben der 13 Mandate in der Kepler-ÖH halten. Personelle Details und Arbeitsschwerpunkte der Zusammenarbeit sollen heute in einer Pressekonferenz präsentiert werden. Jürgen Tröbinger