Linzerin gibt Autodieb Watschn, holt sich Pkw zurück

Der schwarze Opel Zafira von Krisztina Myaradi (41) wurde gestohlen. Die Diebe kamen nicht weit.
Der schwarze Opel Zafira von Krisztina Myaradi (41) wurde gestohlen. Die Diebe kamen nicht weit.Team fotokerschi/Daniel Wolkerstorfer
Zweifach-Mama Krisztina Myaradi (41) wurde der Pkw geklaut. Auf die Diebe traf sie später in ihrem Auto wieder. Der Fahrer sah die Faust und floh. 

Krisztina Myaradi (41) war Mittwoch am späten Abend gerade am Nachhauseweg. Sie hatte eben bei der Polizeiinspektion Linz-Kleinmünchen in der Denkstraße angezeigt, dass ihr das Auto - ein schwarzer Opfel Zafira Baujahr 2008 - aus der Wohnhaus-Tiefgarage in Auwiesen gestohlen worden war.

Bei der Kreuzung in der Dauphinestraße wollte die Linzerin mit ungarischen Wurzeln bei grün eben über den Zebrastreifen gehen, als sie ihren Augen kaum traute.

"Als ich nach links schau', seh ich plötzlich mein Auto wieder. Ich konnt's selbst kaum glauben. Drinnen saßen drei Männer mit FFP2-Maske. Der Fahrer hatte rot, wartete darauf, dass die Ampel endlich grün wurde", erzählt die Zweifach-Mama.

"Ich hab ehrlich gesagt gar nicht überlegt, ob das Konsequenzen haben könnte. Ich war einfach nur wütend und hab' reagiert", so die Linzerin im "Heute"-Gespräch. 

Myaradi rannte zum Auto, riss die Fahrertür auf und schrie: "Das ist mein Auto, was macht du mit meinem Auto?". Dann packte sie den Lenker an der Kleidung und schlug ihm mit der Faust ins Gesicht. Benommen hielt sich der Mann am Lenkrad fest, antwortete noch "Ich war's nicht", löste den Autogurt, sprang aus dem Wagen und war schließlich auf und davon. Die beiden Unbekannten, die ebenfalls mit im Pkw saßen, - einer am Beifahrersitz, der andere am Rücksitz - taten es ihm gleich. Auch sie suchten das Weite.

Diebe tankten vor Spritzfahrt noch auf

Die 41-Jährige versuchte noch den Dieben nachzufahren, doch ihre Spur verlor sich. "Als ich später wieder bei der Polizei aufschlug, um zu sagen, dass ich das Auto wieder hätte, konnten es die Beamten gar nicht fassen, meinten, das ist ja wie in einem Krimi-Roman", so die Mama eines erst 20 Monate alten Buben.

Das Kuriose: das Trio dürfte vor der Spritzfahrt erst noch zum Tanken gefahren sein. "Ich bin schon auf Reserve gefahren. Laut Tankanzeige müssen sie um gut 15 Euro aufgetankt haben", so die 41-Jährige. Die Männer sollen im Auto geraucht und Getränke verschüttet haben. Mit der vorderen Stoßstange, die vorher schon leicht beschädigt war, dürften sie irgendwo gegengefahren sein. 

Zum Diebstahl konnte es überhaupt erst kommen, weil die Linzerin ihren Schlüsselbund (darauf waren sämtliche Schlüssel für das Wohnhaus sowie der Autoschlüssel) versehentlich auf einem Spielplatz liegen ließ und dieser später nicht mehr auffindbar war. 

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