23-Jähriger brauchte Not-OP

Rapid-Fan brutal verprügelt – so fahndet jetzt Polizei

Statt Toren gab es Schläge: Ein Steirer wurde vor dem Match LASK-Rapid am Sonntag brutal verprügelt und schwer verletzt. Jetzt fahndet die Polizei.
Lea Strauch
26.02.2025, 04:00
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Die brutale Attacke auf Rapid-Fan Marco R. (23) schockt die Fußballwelt: Vor dem Spiel gegen den LASK am Sonntag wurde der junge Mann aus der Steiermark an einer Tankstelle von vermummten Tätern angegriffen und krankenhausreif geprügelt.

LASK-Fans entschuldigten sich

Bei den Verdächtigen soll es sich mutmaßlich um Anhänger der Schwarz-Weißen handeln. Warum die Attacke? Sowohl der 23-Jährige als auch dessen Schwiegervater trugen Mützen und Schals von Rapid – die wollten ihnen die Schläger herunterreißen, erzählte R. im "Heute"-Gespräch.

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Sein Vorgesetzter teilte den Vorfall auf Facebook, bat um Hinweise zu den Verdächtigen und bot sogar 1.000 Euro als Belohnung. Der Post wurde schon über 4.000 Mal geteilt – die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten: Rund 90 LASK-Fans meldeten sich beim Chef des 23-Jährigen und entschuldigten sich für das Verhalten der Schläger.

Fahndung noch ohne Erfolg

Das Opfer hofft, dass die mutmaßlichen Täter durch das große öffentliche Interesse aufgespürt werden: "Wer sich schlagen will, soll sich schlagen. Aber auf hilflose Leute losgehen, das geht gar nicht", betont der 23-Jährige.

Auch die Polizei fahndet schon, bisher gab es aber noch keine Hinweise auf die Schläger. Eine Hoffnung könnte der Tatort sein: Im Bereich der Tankstelle wurden "sämtliche Spuren gesichert", so eine Sprecherin – auch Videomaterial der Überwachungskameras.

Ob die Aufnahmen zur Klärung der Tat beitragen können, sei aber aktuell noch nicht klar. Selbst wenn die Verdächtigen auf den Videos zu sehen sind – laut dem Opfer waren sie teils vermummt. Eine Identifikation könnte sich schwierig gestalten.

"Aus allen Löchern geblutet"

Die Attacke hatte für den jungen Fan dramatische Folgen: Nach dem Faustschlag glaubte R. erst, sich wieder gefangen zu haben. Kurze Zeit später verschlechterte sich sein Zustand aber rapide: "Ich habe auf einmal aus allen Löchern geblutet, sogar aus dem Auge."

Eine Not-OP später seien die Schmerzen mittlerweile zwar "zum Aushalten". Die Angst verfolgt den jungen Fan aber noch immer. Er wolle sich auch in Therapie begeben, um den Vorfall zu verarbeiten.

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