Fast ein Jahr ist vergangen, seit ein Waggon der bei Touristen beliebten Gloria-Standseilbahn in Lissabon in einer Kurve entgleiste und gegen ein Haus prallte. 16 Menschen starben damals, rund 20 weitere wurden verletzt.
Jetzt hat die Stadt bekannt gegeben: Die seither stillstehende Bahn soll vollständig ersetzt werden.
"Wir planen ein neues System, keinen Wiederaufbau", erklärte der Präsident des Verkehrsunternehmens Carris, Rui Pedro Gaspar Lopo, am Montag.
Die neue Bahn müsse "robust und technisch fortschrittlich" sein, forderte der Vizepräsident des Stadtrats, Goncalo Reis. "Wir wollen ein modernes Projekt", sagte er und fügte hinzu, dass dieses dennoch die "historische Identität" der alten Bahn unterstreichen solle.
Eine internationale Ausschreibung für den Bau der neuen Bahn soll im kommenden Jahr erfolgen. Ziel ist es, die neue Gloria-Standseilbahn 2029 in Betrieb zu nehmen.
Der Standort bleibt dabei derselbe – ein historisch bedeutsamer Ort in der portugiesischen Hauptstadt.
Am 3. September 2025 war ein unterirdisch verlaufendes Zugseil der berühmten Standseilbahn gerissen. Ein Waggon raste daraufhin unkontrolliert den Hang hinunter und krachte gegen ein Gebäude.
Bei dem tragischen Unglück kamen fünf Portugiesen und elf Ausländer ums Leben. Die Gloria-Standseilbahn verbindet das Stadtzentrum Lissabons mit einem höher gelegenen Aussichtspunkt und war besonders bei Touristen äußerst beliebt.