Litauen kann mit dem kommenden Jahreswechsel als 19. Land den Euro einführen. Die Euro-Finanzminister gaben am Donnerstag bei ihrem Treffen in Luxemburg grünes Licht. "Wir werden künftig das ganze Baltikum in der Eurozone haben", so EU-Währungskommissar Olli Rehn.
Litauen kann mit dem kommenden Jahreswechsel als 19. Land den Euro einführen. Die Euro-Finanzminister gaben am Donnerstag bei ihrem Treffen in Luxemburg grünes Licht. "Wir werden künftig das ganze Baltikum in der Eurozone haben", so EU-Währungskommissar Olli Rehn.
Spekulationen während der schweren Finanzkrise, wonach der Euro-Währungsclub zusammenbrechen könnte, hätten sich nicht bewahrheitet, so Rehn weiter. "Dass die Eurozone wächst, zeigt ja auch, dass das Vertrauen in den Euro da ist", resümierte ÖVP-Finanzminister Michael Spindelegger.
Formelles Go im Juli
Die baltischen Nachbarn Lettland und Estland haben den Euro bereits eingeführt. Eine förmliche Entscheidung der EU für den Beitritt ist für den Juli geplant. Davor beraten die EU-Staats- und Regierungschefs bei ihrem Gipfel Ende Juni darüber - Probleme werden dabei aber nicht erwartet.
Bedingungen erfüllt
hatten Litauen mit knapp drei Millionen Einwohnern zu Monatsbeginn bescheinigt, Inflation, Defizit und Verschuldung im Griff zu haben. Vor sieben Jahren hatte Vilnius bereits einen Anlauf gemacht, war aber an leicht überhöhter Inflation gescheitert.
Probleme in Griechenland
Die Ressortchefs debattierten auch über die Haushaltssanierung im krisengeschüttelten Griechenland. Eine Ratenzahlung von einer Milliarde Euro aus dem europäischen Hilfsprogramm kann zur Zeit nicht ausgezahlt werden, da für Ende Mai fällige Vorbedingungen in Athen nicht erfüllt waren. "Ich bin besorgt, dass sich der Reformprozess in Griechenland verlangsamt", bilanzierte Rehn.
Schulden in Frankreich
Mit Schulden hat auch Frankreich zu kämpfen. Die EU-Kommission hatte erst zu Monatsbeginn die Regierung in Paris aufgefordert, mehr für die Haushaltssanierung zu tun. Das Land läuft nach wie vor Gefahr, trotz milliardenschwerer Sparprogramme sein Haushaltsdefizit nicht wie versprochen 2015 unter die Marke von drei Prozent des BIP zu bringen.