Erst ließ der wilde Preiskrieg zwischen Saudis und Russen den Ölpreis in den Keller rasseln. Jetzt sorgen Mini-Nachfrage wegen Corona und übervolle Lager weiter für superniedrige Preise auch an den österreichischen Zapfsäulen. Der Ausreißer nach unten: An einer Tankstelle zwischen Neulengbach und Tulln (NÖ) war der Liter Diesel am Wochenende sogar für bloß 79 Cent zu haben.
Auch abseits davon ist Tanken so günstig wie seit Jahren nicht. Bereits 48 Prozent (Stand: Montag, 11 Uhr) der mehr als 2.700 Tankstellen verkaufen Diesel für unter einen Euro. Bei 105 waren's sogar weniger als 90 Cent. Billigstbieter am Montag war ein Pächter im steirischen Straden mit 84,5 Cent.
Super-Fahrer können derzeit ebenfalls kräftig sparen. Für sie gab's den Liter Montagvormittag an 46 Prozent der Zapfsäulen für weniger als einen Euro. Billigstbieter zu diesem Zeitpunkt: Turmöl im Wiener Bezirk Meidling mit 88,7 Cent.
Und wie geht's weiter? Die anhaltend schwache Nachfrage und die Angst vor einer zweiten Corona-Welle halten im Moment (noch) den Ölpreis niedrig.