Turgay Gemicibasi war in der 30. Minute der Klagenfurter Führungstreffer gelungen. Nach einem schweren Patzer von Bullen-Keeper Philipp Köhn fixierte Markus Pink in der 80. Minute den Sensationserfolg der Elf von Peter Pacult. Rasmus Kristensen gelang in der 91. Minute nur noch Ergebniskosmetik.
Die Klagenfurter Austria schob sich mit dem fünften Saisonsieg auf den vierten Rang vor, während der komfortable Vorsprung der Bullen zwölf Punkte beträgt. Allerdings kassierte die Elf von Matthias Jaissle bewerbsübergreifend die zweite Niederlage in Folge, holte aus den letzten zwei Bundesliga-Spielen nur einen Punkt.
Wattens feierte den zweiten Sieg in Serie, setzte sich beim Schlusslicht Altach klar mit 3:0 durch. Wolfsberg gewann durch einen von Michael Liendl verwandelten Elfmeter (82.) bei der Admira mit 1:0. Die Lavanttaler schoben sich damit auf den zweiten Tabellenplatz vor.
Im Klagenfurter Wörthersee Stadion kamen die Salzburger bereits in der vierten Minute zur ersten Großchance durch Karim Adeyemi, der allerdings in Abseitsposition gestanden war. Mo Camara (5.) und Nicolas Capaldo (20.) verpassten den Salzburger Blitzstart.
In einer zerfahrenen Partie blieben die Klagenfurter bissig. Und gingen mit dem ersten gefährlichen Torabschluss durch Gemicibasi prompt mit 1:0 in Führung (30.). Dem Treffer war eigentlich ein Foul von Christopher Cvetko an Oumar Solet vorausgegangen. Der Video-Referee sah allerdings keine klare Fehlentscheidung. Nur vier Minuten später erzielte der Franzose beinahe ein Eigentor (34.).
Die Salzburger hatten sich nach einigen Minuten wieder gefangen, in der 43. Minute bereits über den vermeintlichen 1:1-Ausgleich gejubelt, doch Benjamin Sesko war hauchdünn im Abseits gestanden. Drei Minuten zuvor verzog Adeyemi knapp (40.).
Nach dem Seitenwechsel zog sich der Bundesliga-Aufsteiger dann weit zurück, überließ den Bullen das Spiel. Nicolas Wimmer klärte in der 63. Minute einen brandgefährlichen Adeyemi-Stanglpass. Nur zwei Minuten später zeigte Referee Gerhard Grobelnik auf den Elfmeterpunkt, Luka Sucic war von Gemicibasi gefoult worden. Das Tackling war jedoch knapp außerhalb des Strafraums erfolgt. So korrigierte der Video-Referee auf Freistoß, den Adeyemi drüberhaute (66.).
In der Schlussphase spielten die Bullen beinahe ein Powerplay, erkämpften sich Torchance um Torchance. Doch Sucic konnte Klagenfurt-Keeper Philipp Menzel in der 68. Minute nicht in Bedrängnis bringen, hämmerte in der 72. Minute drüber. Die Kärntner nützten die sich bietenden Räume für Konter. Und fixierten in der 80. Minute den sensationellen Heimsieg. Unter kräftiger Mithilfe von Salzburg-Keeper Köhn, der Pinks zentralen Abschluss über die Linie rutschen ließ – 2:0 (80.).
Erst in den letzten Minuten wirkten die Mozartstädter torgefährlicher. Junior Adamu verfehlte in der 88. Minute einen scharfen Kristensen-Stanglpass nur um Zentimeter. Drei Minuten später machte es der Däne selbst noch einmal spannend, verkürzte auf 1:2 (91.). Die Chance zum Ausgleich war jedoch ausgeblieben.
Erster Salzburg-Verfolger ist Wolfsberg. Die Elf von Robin Dutt feierte gegen die Admira einen glanzlosen 1:0-Auswärtssieg. Liendl hatte die Lavanttaler in der 81. Minute per Strafstoß zum Sieg geschossen. Admiras Philipp Schmiedl sah in der 98. Minute noch die rote Karte. Wolfsberg liegt zwölf Punkte hinter Salzburg auf Rang zwei, die Admira bleibt auf Platz zehn.
Ohne den positiv auf das Coronavirus getesteten Coach Thomas Silberberger feierte die WSG Tirol einen klaren 3:0-Erfolg beim Tabellenschlusslicht Altach. Dabei schnürte Giacomo Vrioni einen Doppelpack (12./Elfer, 88.), steuerte Valentino Müller das zwischenzeitliche 2:0 bei. Die Tiroler schoben sich vorübergehend auf Rang sieben vor, während Altach Letzter bleibt.