Anschober zu 'Stopp Corona App': "Bitte machen Sie mit"

Gesundheitsminister Rudolf Anschober
Gesundheitsminister Rudolf Anschoberpicturedesk.com/APA/Georg Hochmuth
Gesundheitsminister Rudolf Anschober spricht am Montag über die "Stopp Corona App". "Heute" berichtet ab 10.00 Uhr live >> 

In bereits fünf Tagen beginnen in Vorarlberg, Tirol und in Wien die Corona-Massentests. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren und die Stadt Wien geht davon aus, dass sich 60 Prozent der Bevölkerung  - rund 1,2 Millionen Menschen - auf das Virus testen lassen werden.

Bevor die Massentests in Österreich aber starten, ruft Gesundheitsminister Rudolf Anschober noch einmal die "Stopp Corona App" ins Gedächtnis der Bevölkerung. Der Gesundheitsminister wird sich am heutigen Montag bei einer Pressekonferenz zur App äußern. "Heute" berichtet ab 10.00 Uhr live!

Die "Stopp Corona App"
Die "Stopp Corona App"picturedesk.com

"Ein wichtiger Tag für uns. Die Stopp-Corona-App ist eine ganz wichtige Begleitung für das Contac-Tracing. Die Pandemie nimmt weiter an Tempo zu. Wir sind mittlerweile bei 63 Millionen bestätigten Fälle. 1,4 Millionen sind an dem Virus gestorben. In Österreich haben wir leichte Rückgänge zu verzeichnen", erklärte Gesundheitsminister Rudolf Anschober gleich zu Beginn der Pressekonferenz.

2.748 Neuinfektionen In Österreich

"Wir vergleichen immer die Wochentage miteinander. Heute sind wir bei 2.748 neuen Fälle. Wir haben am Montag aber nur über 15.000 Testungen gemeldet. Insgesamt sind wir im November bei fast 30.000 Testungen pro Tag. Es gibt 4.696 Neugenesene. Wir haben wieder eine große Zahl an Todesfälle von 79. Auch die Zahl der Hospitalisierten ist um 89 gestiegen. Im Vergleich zu Sonntag liegen zehn Personen mehr auf der Intensivstation."

"Wir müssen mit den Zahlen weiter runter, damit wir die Öffnungsschritte am Mittwoch hören. Für uns sind jetzt drei Dinge wichtig."

➤ 1. Auswertungen der Testungen

➤ 2. Ausdehnung der Screening-Testungen , etwa im Bereich der Alten- und Pflegeheimen

➤ 3. Effizienzsteigerung und der Tempoerhöhung im Bereich Contact-Tracing

Ein wichtiger Punkt ist auch die "Stopp Corona App". "Man kann die anderen schützen und auch uns selbst schützen. Bitte machen Sie mit und steigen Sie ein", appelliert Anschober. "Viele Menschen, die in Österreich leben, werden jetzt wieder aktiver. Wer es noch nicht gemacht hat, wir haben noch Luft nach oben". Schauspieler Harald Krassnitzer ist etwa ein prominenter Befürworter der App.

"App einfaches Instrument im Kampf gegen Pandemie"

Bundesrettungskommandant Gerry Foitik: "Die Pandemie ist eine gesellschaftliche Herausforderung. Wir haben viele Instrumente, um diese Pandemie zu bekämpfen und die App ist eines davon. Sie ist ein sehr einfaches Instrument. Man nimmt Basiseinstellungen vor und dann funktioniert die App bereits".

"Zwei Nutzer der App können bereits eine Infektionsübertragung verhindern. 15 Prozent können sechs bis ach Prozent aller Infektionsgeschehnisse vermeiden. Das ist aber noch nicht genug. Die App arbeitet sehr seriös im Hintergrund." Laut Foitik werde es ein Update der App geben - etwa Mitte Dezember. Die App soll dann auch mit der deutschen Warn-App kompatibel sein.

Auch Moderatorin Barbara Stöckl hat die App bereits: "Im Sommer hatte ich Zeit und habe mich mehrfach damit beschäftigt. Jetzt gilt es, alle Systeme - etwa das Gesundheitssystem - zu entlasten. Neben Schauspieler Harald Krassnitzer ist auch ÖFB-Teamchef Franco Foda ein Befürworter der App: "Wir müssen jetzt als Team arbeiten".

"In Facebook steckt viel mehr Tracking"

Madeleine Alizadeh: "Es gilt jetzt, alle die andere Grenzen stoßen, zu entlasten. Der Akt der Solidarität ist manchmal so banal, wie sich eine App herunterzuladen. Viele Menschen denken, dass sie die App nicht brauchen und viele glauben auch, dass sie überwacht werden. In Facebook steckt aber viel mehr Tracking." "Der Kampf der Pandemie wird nicht auf der Intensivstation gewonnen, sondern in der Gesellschaft".

"Der Kraftakt ist enorm, er kann aber auch im Kleinen stattfinden - mit dem Tragen einer Maske, dem Einhalten der Hygienevorschriften oder eben dem Downloaden der Stopp-Corona-App".

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