Gut-Behrami hatte nach dem ersten Durchgang noch 43 Hundertstel Rückstand auf die zur Halbzeit führende Schwedin Sara Hector, riskierte in der Entscheidung und raste bei windigen Bedingungen noch zum Sieg (1:44,08). Hinter der Schweizerin landete Marta Bassino (+0,07) auf dem zweiten Rang, Hector klassierte sich noch als Dritte (+0,20).
"Ein Monat lang zu warten, um Rennen zu fahren, war irgendwie speziell. Ich hatte keinen Rhythmus. Für heute bin ich froh, dass ich gutes Skifahren zeigen konnte", strahlte die Schweizerin nach ihrem 36. Weltcupsieg.
Katharina Liensberger war einmal mehr beste ÖSV-Läuferin, klassierte sich als einzige rot-weiß-rote Technikerin in den Top Ten. Liensberger schob sich mit einer beherzten Fahrt im Finish noch auf Rang fünf vor, machte einen Platz gut (+0,55). Aufs Stockerl fehlten 35 Hundertstel. "Es freut mich, dass es heute so gut geklappt hat. Jetzt will ich mich vorarbeiten", lachte die Vorarlbergerin.
Mit Ramona Siebenhofer als Zwölfte (+1,38) und Ricarda Haaser mit Rang 15 (+1,53) klassierten sich zwei ÖSV-Läuferinnen in der oberen Hälfte des Klassements. Haaser büßte mit zwei Fehlern im zweiten Lauf sieben Ränge ein.
Lokalmatadorin Mikaela Shiffrin enttäuschte bei ihrem Heimrennen in Vermont, wo sie einst eine Skischule besuchte. Die 27-Jährige lag nach einer fehlerhaften Fahrt ohne letztes Risiko im ersten Lauf nur auf Rang zehn, rutschte in der Entscheidung auf den 13. Platz (+1,40) zurück.
Punkte gab es aus österreichischer Sicht noch für Franziska Gritsch als 20. (+2,32), Katharina Truppe als 22. (+2,45) und Katharina Huber auf Rang 24 (+2,63). Mit der Entscheidung hatte das ÖSV-Trio aber nichts zu tun.
Am Sonntag steht nun ein Slalom auf dem Programm.