Sturm zerlegt Rapid 3:0, Wiener tief in der Krise

Harter Fight zwischen Rapid und Sturm.
Harter Fight zwischen Rapid und Sturm.Gepa
Rapid verliert das Heimspiel gegen Sturm mit 0:3. Nur das bessere Torverhältnis gegenüber Wattens bewahrt die Wiener vor der Roten Laterne.

Eine beherzte Leistung gegen das formstarke Sturm Graz reicht nicht! Rapid spielt am Sonntag in der neunten Runde der Bundesliga im Schlager gegen Sturm lange mit, hat Chancen auf die Führung, später auf den Ausgleich, muss sich schlussendlich aber deutlich mit 0:3 geschlagen geben. 19.900 Zuschauer verfolgen das unterhaltsame Match.

Sturm bleibt damit erster Salzburg-Verfolger. Rapid hält bei nur acht Punkten und liegt mit dem leicht besseren Torverhältnis unmittelbar vor Schlusslicht WSG Tirol.

Die eigenen Fans verzichten trotz der tiefen Krise im Allianz Stadion weitgehend auf Pfiffe, unterstützen ihr Team bis zuletzt. Sie würdigen wohl den aufopfernden Kampf. Für Trainer Didi Kühbauer dürfte die Luft dennoch dünner werden. Er steht in der Kritik. Bezeichnend: Das heutige Spiel zählt in Sachen Offensive zu den aktivsten Auftritten der Saison. Unter dem Strich steht ein 0:3 zu Buche. Boss Martin Bruckner stärkte Kühbauer vor dem Anpfiff bei "Sky" noch den Rücken, er stehe derzeit nicht zur Diskussion.

Nächster Liga-Gegner: Wattens! Gewinnt Rapid auch gegen den Tabellennachbarn nicht, könnte es für Kühbauer eng werden.

Sturm eiskalt

Von Beginn an ist das Tempo hoch. Rapid versucht auch, mit schnellen Kontern selbst Gefahr auszustrahlen. In Halbzeit eins sind große Torchancen aber noch Mangelware. Taxiarchis Fountas scheitert nach zehn Minuten für Rapid nur knapp mit einem Weitschuss. Nach 20 Minuten klopft Manprit Sarkaria auf der Gegenseite an.

Die vermeintliche Führung Rapids durch Neuzugang Emanuel Aiwu zählt wegen einer Abseitsposition nicht.

Wiens Schlussmann Paul Gartler rettet nach 32 Minuten noch in höchster Not gegen Otar Kiteishvili. Der Georgier legt wenige Minuten später Sturm-Angreifer Kelvin Yeboah im Konter das 1:0 auf (38.).

Rapid gibt sich nicht auf, startet nach dem Seitenwechsel fulminant aus der Kabine. Fountas vergibt die beste Chance auf den Ausgleich aus wenigen Metern Entfernung, schießt nach Flanke von Maximilian Ullmann über das Tor.

In der starken Phase der Hütteldorfer trifft Jon Goren-Stankovic die Hausherren mitten ins Herz. Der Innenverteidiger köpft nach einem Eckball zum 2:0 ein (71.).

Ivan Ljubic besorgt in der 82. Minute nach einer traumhaften Kombination mit Yeboah und Kiteishvili den 3:0-Endstand.

Die Aufstellungen

Rapid: Gartler - Stojkovic, Greiml, Aiwu, Ullmann (84. Auer) - Petrovic, Ljubicic (84. Grahovac) - Arase (56. Ballo), Knasmüllner (67. Schick), Grüll - Fountas (84. Kitagawa)

Sturm: Siebenhandl - Jäger, Affengruber, Wüthrich, Dante - Hierländer (83. Geyrhofer), Gorenc-Stankovic, Sarkaria (70. Ljubic), Kiteishvili (83. Niangbo) - Yeboah, Jantscher (22. Kuen)

Bitter für Sturm: Jakob Jantscher muss schon nach rund 20 Minuten mit Magenproblemen vom Platz.

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