Aus für den Mallorca-Urlaub: Reisewarnung ab Montag

Bundeskanzler Sebastian Kurz und Gesundheitsminister Rudi Anschober.
Bundeskanzler Sebastian Kurz und Gesundheitsminister Rudi Anschober.picturedesk.com/EXPA/Florian Schrötter
Kanzler Kurz tritt zusammen mit den Ministern Nehammer und Anschober vor die Presse, um neue Corona-Maßnahmen anzukündigen.

Es war bereits vorab bekannt geworden: Die Balearen-Inseln Mallorca, Menorca und Ibiza gelten ab Montag um 0 Uhr als Risikogebiete. Es wird eine Reisewarnung ausgesprochen. Rückkehrer müssen einen negativen Corona-Test vorweisen, andernfalls droht Quarantäne.

Aufgrund der gestiegenen Infektionszahlen durch Reise-Rückkehrer hatten Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Gesundheitsminister Rudi Anschober (Grüne) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) am Nachmittag über die aktuelle Lage beraten.

Gratis-Tests

Laut Kurz sei man bisher gut durch den Sommer gekommen, in den vergangenen Tagen habe sich die Situation aber leicht verschlechtert. Die größte Gruppe seien dabei die Urlaubsrückkehrer gewesen – oftmals sehr junge Menschen, so der Kanzler. "Wer nach Montag zurückkehrt, ist verpflichtet, sich testen zu lassen oder in Quarantäne zu gehen", so Kurz. Alle, die davor nach Österreich zurückkehren, können sich kostenlos an den Flughäfen testen lassen. Es soll zusätzliche 500 Polizisten geben, die bei den Grenzkontrollen unterstützen. Außerdem stehen zusätzliche 800 Soldaten zur Verfügung.

Laut Minister Anschober habe man mit dieser Situation gerechnet. Auch Österreich sei von dem steigenden Trend in Europa nicht ausgenommen. Die Zahlen würden ihm Sorgen machen, so der Grüne. In den vergangenen neun Tagen seien 262 Kroatien-Rückkehrer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Durchschnittsalter: 23,5 Jahre.

"Der Ballermann ist der beste Freund des Coronavirus", so Anschober. Man dürfe sich über den Urlaub freuen, dürfe aber nicht verantwortungslos handeln.

"Österreich ist urlaubswert"

Innenminister Nehammer: "Es zahlt sich aus, in Österreich Urlaub zu machen. Es ist lebenswert und urlaubswert, die Zeit hier zu verbringen." Die Grenzkontrollen würden derzeit Richtung Kärnten und Tirol verstärkt, um die Umgehung der Kontrollen an anderen Grenzübergängen zu verhindern. Alleine am Montag seien 800 Quarantänemaßnahmen ausgesprochen worden, so der Innenminister.

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