1:1! Kein Sieger im Oberösterreich-Duell zwischen dem LASK und der SV Ried. Die Linzer verpassen im letzten Derby im Paschinger Ausweich-Stadion den Sprung zurück auf den ersten Tabellenplatz, müssen sich in einem hitzigen Topspiel des siebenten Liga-Spieltags mit einem Remis zufrieden geben.
Schräg: Liga-Toptorjäger Marin Ljubicic sieht nach nur zehn Minuten wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte.
Der LASK geht dennoch in Person von Keito Nakamura mit dem Pausenpfiff in Führung (47.). Die Hausherren scheinen alles unter Kontrolle zu haben, ehe auf der Gegenseite David Ungar nach rüdem Einsteigen ebenfalls mit Glattrot vom Platz fliegt (65.).
Verkehrte Welt: Ried, das bis dahin kaum Gefahr ausstrahlt, fährt zu Zehnt plötzlich rollende Angriffe. In Minute 77 sorgt Philipp Pomer für den leistungsgerechten Ausgleich.
LASK-Schlussmann Alexander Schlager verhindert mit Glanzparaden in der Schlussphase Schlimmeres für sein Team. Die Linzer liegen nun einen Punkt hinter dem neuen Spitzenreiter Salzburg auf Rang zwei. Ried tritt am anderen Ende der Tabelle auf der Stelle, ist neuer Zehnter, hat aber nur einen Punkt Vorsprung auf Schlusslicht Altach.
LASK-Trainer Didi Kühbauer bei Sky: "Wenn du nach ein paar Minuten die Rote Karte siehst, ist es ein komplett anderes Spiel. Wir haben dennoch unglaublich gespielt erste Halbzeit. Komischerweise war es mit der Roten Karte von Ried so, dass wir eine Phase hatten, wo wir komplett offen waren."
Zur Roten von Ljubicic sagt Kühbauer: "Man muss das Ganze sehen. Ich möchte den Spieler gar nicht in Schutz nehmen. Aber, dass Lackner das macht (sich fallen lassen), wundert mich. Wir sind nicht bei den Mäderln – und das ist nichts gegen Frauen. Ich will den Schlag von Marin damit aber nicht entschuldigen."
Ried-Trainer Christian Hainle: "Ein gerechtes Unentschieden. Ich glaube aber, dass wir am Schluss näher dran waren."