Pausenführung verspielt! Henrik Kristoffersen greift am Sonntag im ersten Slalom des Weltcup-Winters in Val d'Isere nach dem ersten Sieg für die Ski-Marke von ÖSV-Legende Marcel Hirscher, führt auf den "Van Deer"-Latten.
Der Norweger wird vom ersten auf den sechsten Platz durchgereicht, rutscht nach einer verpatzten zweiten Fahrt vom Stockerl. Sein Landsmann Lucas Braathen darf über den Sieg jubeln. Er fährt mit Startnummer 29 auf Zwischenrang zwei, zaubert im zweiten Durchgang eine Laufbestzeit in den französischen Schnee.
Damit siegt der Norweger mit 0,84 Sekunden Vorsprung auf Österreichs Slalom-Ass Manuel Feller, der vor dem Schweizer Loic Meillard (+0,98 Sekunden) Zweiter wird.
Feller zufrieden: "Der zweite Durchgang war okay. Noch nicht am Limit. Aber ich hatte hier noch keine Ergebnisse. Jetzt zwei Mal Zweiter in Val d'Isere – das kann sich sehen lassen. Ich hätte noch ein bisschen mehr ans Limit gehen können. Aber ich hatte mit diesem Hang noch nicht so die Liebe, daher kann man auf einem zweiten Platz sicher aufbauen."
Hirscher schrammt als TV-Zuseher an seinem 68. Weltcupsieg, dem ersten in der Skihersteller-Rolle, vorbei. Sein Vater Ferdinand Hirscher ist vor Ort, betreut die "Van Deer – Red Bull"-Sportler auf der Strecke mit seiner Expertise. Der achtfache Gesamtweltcupsieger kündigte bei der Firmen-Vorstellung an: "Diese Skier werden Weltcuprennen gewinnen." Nach Kristoffersens drittem Platz im Sölden-Riesenslalom und der Pausenführung in Val d'Isere sind wohl die letzten Zweifel ausgeräumt, ob seine "Bretter" tatsächlich das Zeug dazu haben.
Zur Erinnerung: Ex-Hirscher-Rivale Kristoffersen war im Vorjahr auf der Marke Rossignol oft mit dem Material unzufrieden, zumeist weit von der Form vergangener Tage und den Spitzenrängen entfernt.
Hier das Ergebnis im Überblick: