Wintersport

BRONZE! Greiderer läuft zur Olympia-Kombi-Medaille

Lukas Greiderer holt Bronze! Der Nordische Kombinierer läuft in Peking auf Platz drei. Johannes Lamparter verpasst eine Medaille als Vierter knapp.
Heute Redaktion
09.02.2022, 08:57

Neunte Medaille für Österreich! Lukas Greiderer erobert am Mittwoch in der Nordischen Kombination über die Normalschanze und 10 Kilometer Langlauf Bronze.

Greiderer über seinen großen Erfolg: "Einfach geil!"

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Er spricht vom schwersten Rennen seines Lebens: "Dass es nicht mehr geht, habe ich mir auf der Loipe auch schon gedacht. Ich hab mir am Schluss schon gedacht, dass sich eine Medaille ausgeht. Aber dann sind der Vinzenz und der Joergen dahergebraust - das hat keiner auf der Strecke gesagt. Ich hab dann nur probiert, irgendwie dranzubleiben und dann habe ich die Bronzemedaille geholt. Es war das härteste Rennen meines ganzen Leben. Ich hab mir gesagt: Jetzt lauf ich, bis ich nicht mehr kann. Mit der Kälte ist sehr hart - es fahrt überall rein. Das Material war ein Hammer."

Doppel-Weltmeister Johannes Lamparter läuft dahinter auf den starken vierten Platz, geht aber im Rennen um die Medaillen mit "Blech" leer aus.

Der Sieg geht an den Deutschen Vinzenz Geiger vor dem Norweger Joergen Graabak.

Geiger liefert ein sensationelles Langlaufrennen. Er musst zu Beginn viel investieren, um zur Gruppe von Lamparter und Graabak hinzukommen. Auf der dritten Runde übernimmt er die Tempoarbeit - und hat im Finish noch die Kraft für die Attacke. Sein Landsmann Johannes Rydzek sieht im letzten Anstieg schon wie der Sieger aus - am Ende ist aber die Kraft weg - er wird "nur" Fünfter.

ÖSV-Kollegen jubeln mit Greiderer

Der viertplatzierte Johannes Lamparter: "Es war ein zaches Rennen. Vorne sind sie extrem schnell gelaufen - vielleicht die Spur zu schnell. Sobald der Vinzenz etwas riecht, gibt er so Gas. Unglaublich. Im Finish war es bitter. Man sieht, dass es um Gold geht oder die Medaillen - aber ich bin nicht mitgekommen. Aber super für den Luki - mega!"

Lamparter über Teamkollege Greiderer: "Dass Luki laufen kann, wissen wir alle. Dass er fighten kann bis zum Schluss, hat er heute gezeigt. Es taugt mir voll für ihn."

Franz-Josef Rehrl, der Neunter wird: "Ich hab eigentlich ein sehr gutes Rennen gehabt. Am Schluss geht mir ein bisserl das Schmalz aus. Ich habe in der zweiten Runde gewusst, dass der Luki einen Mega-Chance hat. Ich hatte einen Super-Ski und er hat den besseren bekommen. Nach der Schanze habe ich schon gewusst, dass ich keinen Auftrag mehr habe um die Medaillen. Aber ich musste ein gutes Zeugnis ablegen, damit ich in den nächsten Bewerben dabei sein kann. Ich denke, das habe ich gemacht. Wenn es auf der Großschanze mit dem Springen auch hinhaut, dann rede ich auch um die Medaillen mit."

ÖSV-Cheftrainer Christoph Eugen: "Es war unglaublich spannend! Bis zum Schluss hat man nicht gewusst, wer vorne sein wird. Hochspannend - ein Weltklasse-Rennen! Luki hat eine Medaille gemacht - das ist schon ein bisschen unerwartet. Aber er war heute richtig locker drauf. Heute hat er ein Super-Rennen gemacht. Sehr taktisch. In der ersten Runde Tempo gemacht - dann hinten reingestellt und sich ein paar Reserven gelassen. Und dann hat er im Kampf um die Medaillen den dritten Platz gemacht."