Der als Weltcupführende nach Beaver Creek gereiste Schweizer stellte auf der mit Kunstschnee präparierten Birds of Prey im tückisch gesetzten Super-G mit 1:08,61 die überlegene Bestzeit auf, ließ Mayer um 78 Hundertstel hinter sich. Und baute seine Führung im Kampf um die große Kristallkugel weiter aus, liegt 70 Punkte vor Mayer. Der Kanadier Broderick Thompson wurde sensationell Dritter (+0,95).
Vincent Kriechmayr - in Lake Louise noch Zweiter - verpasste als Fünfter (+1,02) um gerade einmal sieben Hundertstel das Stockerl. Raphael Haaser klassierte sich überraschend auf Rang elf (+1,45). Trotz großer Fehler wurde Christian Walder 14. (+1,68).
Der Super-G auf der Raubvogel-Piste präsentierte sich von den Pistenbedingungen zwar nicht besonders herausfordernd, allerdings als zügig und technisch anspruchsvoll gesetzt. So war Mayer, der aufgrund der warmen Temperaturen von sechs Grad plus die frühe Nummer drei gezogen hatte, der erste Läufer, der es auch ins Ziel schaffte.
Die Bestzeit hielt allerdings nur vier Läufer lang. Bis Odermatt seine Sensationsfahrt zeigte. Der Schweizer ließ den Ski marschieren, wurde über den Zielsprung zwar weit, hielt die Ski allerdings auf Zug und holte den Vorsprung von 0,78 Sekunden auf Mayer heraus. Beim Lauf von Alexis Pinturault musste der Kärntner noch um seinen zweiten Platz zittern. Mit einem schweren Fehler in der Kompression rutschte der Franzose allerdings auf Rang sechs (+1,13) zurück. Thompson wurde derweil mit einer kompromisslosen Fahrt als Dritter zum Überraschungsmann, fuhr mit Nummer 35 noch unter die Top-Drei.
Kriechmayr, der zwischenzeitlich noch auf Podest-Kurs lag, wurde mit 1,02 Sekunden Rückstand noch vom Deutschen Andreas Sander (+0,98) verdrängt, landete auf dem fünften Platz und ärgerte sich über eine zu verhaltene Fahrt.
Max Franz, der am Mittwoch noch die Bestzeit im einzigen Abfahrtstraining aufstellte, wurde zum Opfer der gefinkelten Kurssetzung des norwegischen Trainers Pete Anderson, schied aus. Genauso wie Weltklasse-Super-G-Läufer wie Aleksander Aamodt Kilde, Matthieu Bailet, Romed Baumann oder Dominik Paris.