Hundertstel-Krimi im hohen Norden! Matthias Mayer sah schon wie der sichere Sieger aus, doch er machte die Rechnung nicht mit Sensationsmann Niels Hintermann. Der Schweizer holte sich 0,12 Sekunden vor dem dreifachen Olympiasieger den Sieg in Kvitfjell - den muss er sich aber mit Cameron Alexander aus Kanada teilen, er überraschte mit Startnummer 39 mit der gleichen Zeit.
Kvitfjell statt Beaver Creek! Die Norweger holten die im Dezember abgesagte Abfahrt auf der Birds of Prey nach. Auf der Olympiapiste von 1994 entwickelte sich eine wahre Materialschlacht. Die norwegische "Autobahn" präsentierte sich im Top-Zustand, wirklich selektive Passagen gibt es allerdings keine.
So kam es auf die tiefste Hocke an und die drückten Hintermann und Alexander aus ihren Oberschenkeln. Mit seinem dritten Platz macht Mayer den Abfahrtsweltcup wieder heiß. Der Kärntner ist hinter Kilde und Feuz zwar noch Dritter, hat aber nur mehr 28 Punkte Rückstand.
"Es war klar, dass es ganz eng wird. Ich habe nach Olympia gut abgeschaltet und mich dann neu auf das Saison-Finish konzentriert. Morgen geht's wieder zur Sache", so Mayer. Als zweitbester Österreicher zeigte Daniel Danklmaier mit dem starken sechsten Platz auf.
Es ist einfach nicht die Saison von Vincent Kriechmayr! Der Oberösterreicher war zwar ohne sichtbaren Fehler unterwegs, hatte am Ende aber 2,71 Sekunden Rückstand auf Sieger Hintermann.