Wintersport

Kriechmayr erlöst ÖSV mit Abfahrtssieg in Gröden

Österreich jubelt über den ersten Weltcup-Saisonsieg! Vincent Kriechmayr triumphierte auf der legendären Abfahrt von Gröden.
Heute Redaktion
15.12.2022, 11:16
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Hundertstel-Krimi in Gröden - und der ÖSV ist zurück auf der Siegerstraße! Vincent Kriechmayr erwischte die beste Linie und siegte 0,11 Sekunden vor dem Schweizer Marco Odermatt. Auch Platz drei leuchtet in Rot-Weiß-Rot: Matthias Mayer landete ebenso am Stockerl.

In der ersten Abfahrt auf der legendären Saslong wurde vom Super-G-Start losgefahren, doch die verkürzte Strecke hatte es trotzdem in sich. Die berüchtigten Kamelbuckel waren bissig wie immer, auch die schlagige Ciaslat-Wiese verlangte den Speed-Assen alles ab.

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Kurz sah es nach einer absoluten Sensation aus, denn Marco Odermatt fuhr in seiner ersten Gröden-Abfahrt überhaupt gleich die Bestzeit. Er hat die Rechnung aber nicht mit Vincent Kriechmayr gemacht. Der Oberösterreicher fing den Gesamtweltcup-Leader noch knapp ab.

„"Habe mein Leben riskiert"“

Kriechmayr jubelt über seinen sechsten Weltcupsieg in der Abfahrt: "Es war nicht so schlecht, hätte ich gemeint. Ich habe da teilweise mein Leben riskiert für die Linie. Nur in der Ciaslat habe ich mir ein wenig Reserve gelassen. Es war definitiv meine beste Fahrt überhaupt hier herunter. Ich war von oben bis unten am Limit."

"Es waren die größten Sprünge in meinem Leben. Dass ich auch auf solch einer Strecke schnell sein kann, das ist schon sehr cool", freut sich Odermatt auch über Platz zwei. "Ich habe mich gescheit reingehaut, am Schluss hatte ich einen guten Speed. Über die Kamelbuckel hat es mich ein bisschen rausgerissen. Aber die Fahrt war okay", sagt der Dritte Matthias Mayer.

Hemetsberger vergibt Sieg bei Sturz

Auf dem Weg zum möglichen Sieg rutschte Daniel Hemetsberger auf der Ciaslat weg und flog ab. Er überstand seinen Sturz unverletzt, fuhr grantig ins Ziel. Der Oberösterreicher wusste, dass er verdammt schnell unterwegs war.

Zum gefürchteten Gröden-Effekt kam es diesmal nicht ganz. Normal wird die Piste für die späten Startnummern immer schneller, allerdings verhinderte die starke Bewölkung und das flache Licht eine Sensation. Nur im Mittelteil purzelten die Bestzeiten, im unteren Teil verloren die Läufer aber am Schluss viel Zeit.