Der Kärntner, nach dem ersten Durchgang noch auf Rang fünf liegend, zauberte in der Entscheidung einen Sensationslauf in den Schnee, attackierte auf dem stärker drehenden Kurs voll und raste noch zum Sieg. Es ist der erste Erfolg des 27-Jährigen in einem Riesentorlauf, der fünfte Weltcupsieg in seiner Karriere. Und der erste ÖSV-Erfolg in einem Herren-Riesentorlauf seit Marcel Hirscher 2019 in Adelboden – also über vier Jahre.
Marco Odermatt, nach dem ersten Durchgang noch in Front, musste sich nach einem Innenskifehler im Steilhang mit Rang zwei begnügen, hatte schließlich nur drei Hundertstel Rückstand. Der Schweizer kämpfte mit gesundheitlichen Problemen, musste auch die Startnummernauslosung am Freitagabend auslassen. Sensationsmann Rasmus Windingstad aus Norwegen fuhr überraschend auf den dritten Platz (+0,36).
Ein starkes ÖSV-Ergebnis komplettierten Stefan Brennsteiner, der in der Entscheidung noch fünf Ränge gutmachte, Fünfter wurde (+1,01) sowie Raphael Haaser auf Rang neun (+1,51).
Manuel Feller erwischte einen Tag zum Vergessen. Nach einem schweren Patzer in Lauf eins nur auf dem 13. Zwischenrang liegend, übersah der Tiroler in der Entscheidung einen Übergang und fuhr am Tor vorbei. Fabio Gstrein als 37. sowie die ausgeschiedenen Patrick Feurstein, Roland Leitinger und Dominik Raschner schafften es nicht in den zweiten Durchgang.
Das Rennen wackelte am Samstagnachmittag noch gewaltig. Starke Schneefälle in den letzten Tagen haben eine einstündige Verschiebung nötig gemacht. Allerdings konnte die Rennlinie freigeräumt und das Rennen gestartet werden.