Red Bull Salzburg gewinnt am Sonntag den Schlager der 28. Bundesligarunde vor 17.000 Fans gegen den SK Rapid mit 2:1. Der Serienmeister stellt nach Sturms 2:1-Sieg bei der Wiener Austria den Dreipunkte-Vorsprung an der Tabellenspitze wieder her, kommt der Titelverteidigung vier Runden vor Saisonende näher.
Rapid ist den Bullen auswärts über weite Strecken ebenbürtig, gerät durch einen Doppelpack von Sekou Koita aber in Rückstand. Der Stürmer trifft in Minute 18 per Weitschuss, nach dem Seitenwechsel und einer traumhaften Lupfervorlage von Dijon Kameri im Strafraum (62.).
Der heimische Krösus wähnt sich nur kurz wie der sichere Sieger. Nur wenige Minuten später überschlagen sich im eigenen Strafraum die Ereignisse. Benjamin Sesko spielt den Ball mit der Hand und verschuldet einen Elfmeter, Kollege Nicolas Capaldo reklamiert zu heftig, fliegt mit Gelb-Rot vom Platz.
Guido Burgstaller verwertet vom Punkt (70.), verkürzt auf 1:2. Die Hütteldorfer schaffen es zu spät, die numerische Überlegenheit zu nützen, Druck auf den Ausgleich aufzubauen. Die Schlussoffensive fällt zu zahm aus. Rapid verpasst das zweite Remis gegen den Leader binnen eineinhalb Wochen.
Nach dem verlorenen Cup-Finale gegen Sturm (0:2) ist für Rapid also auch der Europacup-Platz in der Liga weiterhin in Gefahr. Der Liga-Vierte hat nur je zwei Punkte Vorsprung auf die Wiener und die Klagenfurter Austria. Salzburg liegt hingegen mit drei Punkten Vorsprung auf Sturm und dem "Sternchen" für die Abrundung bei der Punkteteilung an der Spitze.
Startelf-Rückkehrer Kameri strahlt über seinen Assist und den Sieg: "Jeder kämpft. Wir wollen Meister werden. Wir schauen nicht auf Graz sondern auf uns. Wir wollen einfach jedes Spiel gewinnen."
Salzburg-Trainer Matthias Jaissle: "Wir haben genau das gezeigt, was wir gegen so einen Gegner auf den Platz bringen müssen. Das macht mich besonders stolz."
Rapid-Trainer Zoran Barisic: "Wir haben alles reingelegt in das Spiel, waren kampfbetont, leidenschaftlich, haben uns nicht versteckt, immer versucht, nach vorne zu spielen, initiativ zu sein. Hut ab. Ich bin gar nicht so unzufrieden, was die Leistung betrifft. Leider ist das Momentum nicht auf unserer Seite, das Spielglück fehlt in gewissen Momenten des Spiels. So wie heute dürfen wir uns öfter präsentieren."