Bärenstark! ÖSV-Ass Vincent Kriechmayr hat in Bormio gestochen - der Oberösterreicher holte sich den Sieg vor James Crawford und Aleks Aamodt Kilde.
Die gnadenlose Stelvio fletschte wieder ihre Zähne, auf dem Eislaufplatz von Bormio kamen die Abfahrer gehörig ins Schleudern. Das Rennen musste zehn Minuten verspätet gestartet werden, weil ein Vorläufer bei einem Sturz das Fangnetz zerrissen hatte.
Vor allem der San-Pietro-Sprung erwies sich mit knapp 50 Metern in der Luft als größtes Hindernis. Mit seiner unglaublich feinen Technik meisterte Kriechmayr die Stelvio mit Startnummer neun perfekt, legte eine mächtige Bestzeit hin.
Die Favoriten Aleksander Aamodt Kilde (NOR) und Marco Odermatt (SUI) bissen sich an Kriechmayr die Zähne aus. Auch der "König von Bormio", Ehrenbürger Dominik Paris (ITA), hatte keine Chance gegen den Oberösterreicher.
„"Bormio ist die zachste Abfahrt im Kalender"“
Am Ende jubelte Kriechmayr über seinen 14. Weltcup-Sieg vor James Crawford (CAN) und Abfahrts-Weltcup-Leader Kilde: "Es war sicher meine beste Fahrt bisher da herunter. Es war sehr gut, die Piste war sehr schwierig zu fahren. Bormio ist die zachste Abfahrt im Kalender, das ist eine sehr schöne Sache hier zu gewinnen. Man muss alles riskieren, komplett am Limit fahren. Mir ist alles aufgegangen."
Matthias Mayer konnte wegen einer Magen-Darm-Grippe nicht mitfahren, auch die restlichen Österreicher erwischten nicht ihren besten Tag. Der zweitbeste rot-weiß-rote Läufer wurde Daniel Hemetsberger auf Platz neun.