Acht Mal stand Tippler bei Weltcup-Rennen schon auf dem Podest, doch noch nie ganz oben. Beim Super-G in Cortina war es immerhin knapp. Nur neun Hundertstel fehlten der 30-Jährigen auf Siegerin Elena Curtoni. Die Italienerin fixierte in 1:20,98 Minuten die Bestzeit beim Heimrennen.
Tippler meinte über ihre Leistung nach der Enttäuschung in der gestrigen Abfahrt: "Ich hab nach gestern echt einen Grant gehabt - ich hab mir gedacht: Tami, reiß dich zsammen. Der Hut brennt. Ich wollte es auf den Schnee bringen. Das ist mir denke ich gut gelungen. Nur der eine Fehler oben - aber das bin halt ich. Von gestern rede ich nicht mehr, das ist Geschichte - gehört zum Rennfahren dazu, so was passiert."
Mit Mirjam Puchner schaffte es als Zehnte eine weitere rot-weiß-rote Athletin in die Top Ten. Für die weiteren Speed-Asse verlief das Rennen eher enttäuschend, Ramona Siebenhofer - die in der Abfahrt noch aufs Stocker raste - kam mit 0,85 Sekunden nur auf Platz 15.
Für den Schreckmoment des Rennens sorgte Speed-Saisondominatorin Sofia Goggia. Sie kam bei hohem Tempo schwer zu Sturz, konnte dann aber selbst die Ski wieder anschnallen und alleine ins Ziel fahren. Doch seither wird sie behandelt, ein Rettungswagen steht für die Fahrt ins Spital bereit, eine schwere Verletzung des linken Knies wird ausgerechnet kurz vor Olympia befürchtet.