Lustenau stellt Rapid ein Bein und macht den LASK zum Tabellenführer!
Der Aufsteiger luchst dem Rekordmeister am Sonntag in der dritten Runde der Bundesliga ein 1:1 Remis ab. Dabei liegen die Hütteldorfer vor 17.600 Fans im Allianz Stadion durch ein frühes Tor von Guido Burgstaller (21.) in Führung, haben alles im Griff. Marco Grüll und Co. lassen gute Chancen auf weitere Tore liegen.
Mit der umstrittenen Gelb-Roten Karte gegen Rapids Ante Bajic ändern sich die Kräfteverhältnisse deutlich. Die erste Gelbe Karte ist unstrittig. In der zweiten Szene zieht Bajic sein erhobenes Bein eigentlich zurück – Gelb ist eine (über)harte Entscheidung.
Lustenau zeigt sich eiskalt. Stefano Surdanovic überlupft in der 70. Minute Goalie Niklas Hedl zum späteren 1:1-Endstand.
Rapid ist punktegleich hinter dem LASK aufgrund des schlechteren Torverhältnisses Zweiter, lässt nach zwei Siegen erstmals Punkte liegen. Der Aufsteiger hält bei vier Punkten und ist Sechster.
Die Stimmen
Rapid-Trainer Ferdinand Feldhofer: "Ich habe heute wenig Phasen gesehen, in denen wir nicht dominant waren. Wir haben die Chancen nicht genützt. Besser kann man fast nicht agieren. Die zweite Gelbe brauche ich nicht mehr kommentieren. Das hat jeder gesehen, dass das eine Fehlentscheidung war. Schade. Ich denke, wir haben die richtige Antwort gegeben. So kann es weitergehen."
Feldhofer: "Wir wollten nach der Führung weiter nach vorne spielen. Dann ist die Gelbe Karte gekommen. Selbst in der Unterzahl hatten wir noch Chancen. Lustenau macht aus eineinhalb Chancen ein Tor. Ich kann meiner Mannschaft keine Vorwürfe. Wir hatten eine harte, lange Reise mit hohen Temperaturen. Einziger Vorwurf: Wir haben die Partie nicht vorzeitig entschieden."
Feldhofer über die Kaderqualität: "Wir wären gut beraten, wenn wir jetzt nachlegen und einen Qualitätsspieler nachholen. Wenn es möglich ist, werden wir zuschlagen."
Rapid-Torschütze Guido Burgstaller. "Heute waren wir erste Halbzeit sehr gut. Die Gelb-Rote hat uns aus dem Konzept gebracht. Aber wir hatten genug Chancen, müssen die Tore schießen. Ohne mich geht nichts? Das ist ein Blödsinn. Uns fehlt einfach das Selbstvertrauen vor dem Tor. Es fehlen Kleinigkeiten."
Rapid-Kapitän Maximilian Hofmann: "Für das, dass es am Donnerstag eine lange Reise war, haben wir eine ordentliche Partie gezeigt. Wir hatten sie im Griff. Wir müssen uns vorwerfen, nicht früher das zweite Tor zu machen. Eine unglückliche Rote Karte. Dann schwinden die Kräfte. Es ist sehr enttäuschend, nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Ich will gar nicht die Reise als Ausrede nutzen, ich habe gesagt, dass das eine gute Leistung war."
Lustenau-Trainer Markus Mader über Star-Offensivspieler Surdanovic, der als Sechser aufgestellt wurde, das Spiel offensiv entschied: "Ich finde, er hat eine sehr gute Partie gespielt. Es war unser Plan, dass er auch offensive Akzente setzt. Das Tor hat er sich verdient. Wir sind glücklich, dass dieser Schachzug aufgegangen ist."
Mader: "Wir haben nicht verloren, weil Rapid das Spiel nicht entschieden hat. Dann haben wir eine riesen Mentalität gezeigt. Das haben wir in der Kabine angesprochen. Glücklicherweise ist das auch so ausgegangen. Ein Sieg wäre unverdient gewesen. Wir nehmen den Punkt gerne mit. Den haben wir mit der Leidenschaft, die wir gezeigt haben, vielleicht verdient."
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