Fussball

2:0! Austria startet souverän ins Liga-Frühjahr

Die Wiener Austria lässt Altach auswärts keine Chance, siegt im Ländle mit 2:0. Wolfsberg schlägt Ried, Sturm spielt in Tirol nur Remis.
Heute Redaktion
12.02.2022, 16:39

2:0! Die Veilchen starten am Samstag erfolgreich ins Bundesliga-Frühjahr. Die Wiener setzen sich in der 19. Runde gegen den SCR Altach durch und schieben sich an Ried vorbei auf den sechsten Tabellenrang, der zur Teilnahme an der Meisterrunde berechtigen würde. 

Altach bleibt durch den misslungenen Start ins Frühjahr hingegen im Tabellenkeller hängen, hat drei Punkte Rückstand auf die Admira, die erst am Sonntag im Einsatz ist.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Manfred Fischer bringt die Gäste in der 16. Minute gegen seinen Ex-Klub in Führung, verzichtet auf einen ausschweifenden Jubel. Noah Ohio erhöht wenig später auf 2:0 (19.). Die Leipzig-Leihgabe zeigte sich im Herbst noch ineffizient, trifft nun durch einen sehenswerten Linksschuss aus großer Distanz.

Die Austria ist in allen Belangen überlegen. Altach hat dem Team von Manfred Schmid im ersten Match unter dem neuen Trainer Ludovic Magnin wenig entgegenzusetzen.

WAC fix in Meisterrunde

Wolfsberg bezwingt die SV Ried indes mit 2:1, übernimmt von Sturm Graz Platz zwei in der Tabelle und fixiert die Teilnahme an der Meisterrunde. Die Kärntner gehen durch ein Eigentor von Matthias Gragger (10.) in Führung, kassieren vor der Pause durch Ante Bajic den Ausgleich (39.). Tai Baribo erzielt kurz nach dem Seitenwechsel das spätere Siegestor (47.).

Aufreger: Schiedsrichter Gerhard Grobelnik bewertet ein Handspiel von Michael Novak als nicht regelwidrig. Die Rieder fühlen sich um einen Elfmeter betrogen. Grobelnik bleibt auch nach dem On-Field-Review bei seiner Entscheidung. Der WAC siegt, ist neuer Zweiter. Der Abstand zu Leader Salzburg beträgt allerdings schon 14 Punkte. Ried verliert Platz sechs an die Austria.

Wolfsberger AC – SV Ried 2:1
Tore: Gragger (Eigentor, 10.), Baribo (47.) bzw. Bajic (39.);

Wattens ringt Sturm ein 2:2-Remis ab. Rafael Behounek erzielt in Minute fünf die frühe Führung der Gastgeber. Blackys-Neuzugang Rasmus Hojlund stellt sich der Bundesliga mit einem Doppelpack vor (38., 74.). Der 19-jährige Däne dreht das Spiel. Die vermeintliche Vorentscheidung durch Jakob Jantscher zählt durch eine hauchdünne Abseitsstellung nicht. Stattdessen gelingt Stefan Skrbo noch der Ausgleich.

Sturm fällt auf Platz drei zurück. Die WSG ist Zehnter, hat nun sieben Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Altach.

WSG Tirol – SK Sturm Graz 2:2
Tore: Behounek (5.), Skrbo (81.) bzw. Hojlund (38., 74.);

Rasmus Hojlund (links) schnürt einen Doppelpack.
Gepa

Die Stimmen

Austria-Trainer Manfred Schmid bei "Sky Sport Austria": "Für mich sind drei Dinge wichtig: Dass wir gewonnen haben, wie wir gespielt haben und wie wir mit dem Druck umgegangen sind. Es geht um die Top 6, damit sind die Spieler gut umgegangen. Grundsätzlich haben wir wenig zugelassen, waren gut organisiert, ich bin zufrieden mit der Mannschaft. Wir sind auf dem richtigen Weg. Man sieht, dass eine Mannschaft auf dem Platz steht, die zusammen etwas Großes erreichen will."

Schmid auf die Frage, ob es die Austria in die Meisterrunde schafft: "Es geht immer um die Top 6, das kann ich nicht wegwischen. Wir sind in dieses Spiel gegangen, als wäre es ein Endspiel, als wäre es das letzte. Wenn wir das in den nächsten Spielen auch machen, werden wir es schaffen."

Austria-Torschütze Manfred Fischer: "Wir haben einen sehr gepflegten Fußball gespielt, sehr erwachsen. Es war sehr wichtig, dass wir uns auf nichts anderes eingelassen haben. Ich bin Altach unglaublich dankbar über die Zeit, die sie mir gegeben haben – darum habe ich auch nicht gejubelt. Das ist Anstand, das gehört sich nicht."

Austria-Torschütze Noah Ohio: "Die zweite Aktion muss besser sein. Ich schieße nicht so viele Tore außerhalb der Box. Das war schön. Das zweite – da muss ich ruhiger bleiben, ich hatte mehr Zeit."

Altach-Neuzugang und Ex-Veilchen Christoph Monschein: "Es fühlt sich nicht gut an. Wir haben zwei dumme Gegentore bekommen. Wir haben viel umgesetzt, von dem, was wir uns vorgenommen haben. Diese Eigenfehler im Spielaufbau müssen wir abstellen, uns nicht so oft auskontern lassen."

Monschein über Trainer Magnin: "Der neue Trainer macht das überragend. Er gibt uns gute Dinge mit, wir müssen das jetzt umsetzen."

Altach-Trainer Ludovic Magnin: "Die Austria hat verdient gewonnen. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir nicht gezeigt, was wir uns vorgenommen haben. Mehr als verdient. Man muss die Situation in der wir sind richtig bewerten. Wir haben kaum Torgefahr ausgestrahlt. Darauf gilt es den Fokus zu legen. Nach der ersten Niederlage darf man jetzt nicht alles schlecht reden."

Sturm-Doppeltorschütze Rasmus Hojlund: "Es war sehr schön, gleich beim Debüt zwei Tore zu schießen. Aber jetzt bin ich enttäuscht, nicht gewonnen zu haben. Ich habe nicht wirklich über die Ablösesumme nachgedacht. Ich bin da, um Tore zu schießen. Wir müssen vor dem Tor effizienter werden."

Sturm-Trainer Christian Ilzer: "Wir haben die erste Viertelstunde verschlafen. Da waren wir nicht im Spiel, hatten Probleme bei den Standards. Dann sind wir stärker geworden. Es war ein richtig gutes Spiel. Verdienter Ausgleich. Zweite Halbzeit haben wir das Spiel wirklich kontrolliert. Das Tor war dann absolut verdient, weil wir das Spiel versucht haben zu gestalten. Wir haben nahezu nichts zugelassen. Umso ärgerlicher ist es, dass wir dann noch einmal das Tor kassiert haben. Das glücklichere Team waren wir auf keinen Fall."

Ilzer über Hojlund: "Ich habe vertraut, dass Andi Schicker einen Top-Ersatz für Kelvin Yeboah geholt hat. Wir haben einen Spieler geholt, der sehr gut in unser Anforderungsprofil passt. Viel besser als zwei Tore geht beim Debüt eh nicht."

WSG-Trainer Thomas Silberberger: "Es war wie erwartet ein starkes Sturm Graz. Es war ein schweres Match für uns. Der neue Stürmer dürft eine Waffe sein. Das war schon beeindruckend. Mit dem Rückstand sind wir dann eigentlich besser geworden. Auf diesen Punkt können wir stolz sein. Sturm ist ganz klar die Nummer 2 in Österreich, da kommen die anderen nicht nahe. Sturm war besser, aber das interessiert übermorgen keinen mehr."

Silberberger: "Es war hart. Aber uns da Absicht zu unterstellen wäre eine Frechheit. Wenn einer ein schlechter Verlierer ist, dann soll er es sein." Ilzer hatte die harte Gangart des Gegners kritisiert, die fehlende Linie des Schiedsrichters.

Wolfsbergs Michael Novak: "Die Leistung ist ausbaufähig. Von uns allen. Von mir." Über die strittige Elferszene: "Nichts ist so schwierig zu entscheiden, wie ein Handspiel im Strafraum. Ich kann nur sagen, ich habe den Ball nicht einmal gesehen. Natürlich kann man sagen, die Hand ist neben dem Körper. Aber wie soll ich aus einem Meter Entfernung reagieren?"

Mehr Stimmen folgen.