Wintersport

Griechen-Sensation vor Ski-WM, Abfuhr für die ÖSV-Stars

Ein Tag zum Vergessen für Österreichs Slalom-Asse. Bei der WM-Generalprobe in Chamonix setzte es eine Abfuhr, während ein Grieche überraschte.
Heute Redaktion
04.02.2023, 09:18
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Nur drei heimische Läufer haben auf dem flachen Hang im französischen Ski-Ort das Ziel gesehen, zwei Tage vor dem ersten WM-Bewerb, der Damen-Kombination in Meribel, wurde Fabio Gstrein als bester heimischer Läufer 13. (+2,16), verbesserte sich gegenüber dem ersten Durchgang immerhin um 14 Ränge. Manuel Feller wurde unmittelbar dahinter 14. (+2,34). Punkte gab es noch für Adrian Pertl als 21. (+3,00). Der Kärntner war nach Lauf eins noch bestklassierter Österreicher auf demselben Platz. In den letzten 15 Slaloms schaffte es ein Österreicher immer unter die Top Ten. Diese Serie ist gerissen.

"Attacke war ein bisschen mehr dahinter, aber gut war das nicht", zog Gstrein eine gemischte Bilanz. "Bis zum letzten Übergang war es okay, schlussendlich ist es aber am ersten Durchgang gelegen. Es war ein vermurkstes Rennen, aber besser heute als in zwei Wochen", meinte Feller. 

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Grieche rast aufs Stockerl

Der Sieg ging an den Schweizer Ramon Zenhäusern, der nach dem ersten Durchgang noch Zweiter war, von flatternden Nerven beim Halbzeit-Führenden und Lokalmatador Clement Noel profitierte, der Franzose scheiterte. 

Die Sensation des Rennens war allerdings der Grieche AJ Ginnis, der sensationell Zweiter wurde (+1,02), mit einem Traumlauf im zweiten Durchgang und mit Unterstützung der weicher werdenden Piste unglaubliche 21 Ränge gutmachte. Mit Daniel Yule landete ein zweiter Eidgenosse als Dritter auf dem Stockerl (+1,06). "Es ist einfach unglaublich, ich weiß nicht, was ich sagen soll", so Ginnis, der mit zwölf Jahren nach Österreich kam, auch das Skifahren lernte. 

Neben Noel scheiterten im gefinkelt gesetzten zweiten Durchgang auch die Mitfavoriten Loic Meillard, Henrik Kristoffersen und Dave Ryding.

Johannes Strolz hat derweil neuerlich das Ziel nicht gesehen. Der Vorarlberger, nach dem ersten Durchgang 28., fädelte ein. Damit ist der Kombinations-Olympiasieger in acht Slaloms sechsmal ausgeschieden. Michael Matt schaffte es als 40. erst gar nicht in den zweiten Durchgang, genauso wie ÖSV-Hoffnung Marco Schwarz, der 37. wurde. Während der Kärntner sein Ticket für Courchevel aber bereits sicher hat, ist der WM-Traum von Matt endgültig geplatzt.