Später Schock für die Austria! Die Wiener mussten sich in der elften Liga-Runde auswärts Wolfsberg mit 2:3 (1:1) geschlagen geben. Den entscheidenden Gegentreffer kassierten die "Veilchen" in der Nachspielzeit durch einen Foul-Elfmeter, den Michael Liendl versenkte.
Für die Wiener rückt die Meistergruppe langsam aber sicher in die Ferne. Fünf Punkte fehlen bereits auf Rang sechs, den aktuell spusu St. Pölten belegt. Die Kärntner haben nach dem ersten Heimsieg "nur" noch zwei Zähler aufzuholen.
Während WAC-Trainer Ferdinand Feldhofer die selbe Startelf auf den Rasen schickte, die am Donnerstag mit einem 1:0-Sieg gegen Feyenoord den Europa-League-Aufstieg schaffte, nahm Austria-Coach Peter Stöger einige Veränderungen vor. Kapitän Alex Grünwald kehrte zurück, zudem konnte Alon Turgeman erstmals von Beginn stürmen.
Der Israeli danke es nach wenigen Sekunden. Nach einer Flanke von Markus Suttner stieg er hoch und köpfelte ein (1.).
Die kalte Dusche rüttelte die Kärntner wach. Dejan Joveljic kam völlig frei zum Kopfball, stellte nach 17 Minuten auf 1:1. Die Hausherren hatten in der Folge mehr vom Spiel, doch auch die "Veilchen" zeigten sich verbessert – ohne zwingend zu werden.
Nach der Pause blieben die Wolfsberger gefährlicher. Scherzer (52.) und Liendl (56.) vergaben gute Gelegenheiten – Eliel Peretz traf nach Liendl-Traumpass zum 2:1 (69.).
Im Gegenzug kam Grünwald im WAC-Strafraum ohne "Feindberührung" zu Fall, Schiri Rene Eisner fiel auf die Schwalbe rein, entschied auf Elfmeter. Christoph Monschein verwertete eiskalt – 2:2 (71.).
Im Finish wollten beide Mannschaften den Sieg. Erst vernebelte Monschein aus kurzer Distanz (80.), auf der Gegenseite traf Leitgeb die Querlatte (82.).
Als vieles auf eine Punkteteilung hindeutete, hatte Max Sax seinen "großen" Auftritt. Der Austrianer sprang im Sechzehner Christopher Wernitznig nieder – Elfmeter! Liendl verwandelte mit etwas Bauchweh zum 3:2 (93.).