Wintersport

Nächster Kilde-Sieg, Mayer schrammt an Stockerl vorbei

Aleksander Aamodt Kilde bleibt in der Abfahrt das Maß aller Dinge. Der Norweger gewann auch das Speed-Spektakel in Beaver Creek.
Heute Redaktion
03.12.2022, 17:20
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Kilde triumphierte bereits vor einer Woche in der Abfahrt von Lake Louise, schlug auch am Samstag auf der legendären Birds of Prey zu, raste mit 1:42,09 zu seinem 15. Karrieresieg. Und das, obwohl der Norweger von einer leichten Grippe geschwächt war. Das hielt den Norweger aber nicht davon ab, vor allem im Steilhang zu riskieren.

Mit einer spektakulären Fahrt setzte sich der Norweger hauchdünn vor dem Schweizer Edeltechniker Marco Odermatt durch, der bloß sechs Hundertstel Rückstand hatte, die Ausfahrt aus dem Bumphouse vergeigte und zu wenig Geschwindigkeit in den Zielschuss mitnahm. Odermatt muss damit weiterhin auf den ersten Abfahrtserfolg seiner Karriere warten. Nach dem Mit Nummer zehn gestarteten Schweizer wurden die Sichtbedingungen schlechter, kam stärkerer Wind auf. So hatten die folgenden Fahrer keine Chance mehr. 

"Das Rennen dauert zwei Minuten, es spielt keine Rolle, ob man leicht erkältet ist, oder nicht", strahlte Kilde über den zweiten Abfahrtssieg der Saison. "Nach sechs zweiten Plätzen wäre ich schon bereit für den ersten Sieg. Aber der Rückstand wird immer weniger. Die sechs Hundertstel sind sicher im Mittelteil liegen geblieben, aber die findet man überall", meinte der durchaus zufriedene Odermann, der am Sonntag zum engsten Favoritenkreis zählt.

Mayer verpasst Stockerl haarscharf

Der Kanadier James Crawford landete überraschend auf dem dritten Rang (+0,79). Und verhinderte damit das zweite Saisonstockerl von Matthias Mayer, der bloß eine Hundertstelsekunde hinter dem Kanadier Vierter wurde (+0,80). Gut sechs Zehnten verlor der Kärntner aber bereits im Gleitstück: "Da hab ich kein Nummernglück gehabt. Oben war Wind, im Flachstück bist du dann nicht so gut dabei. Aber grundsätzlich bin ich mit der Fahrt zufrieden", so Mayer. 

Landsmann Vincent Kriechmayr kämpfte mit der Ideallinie, wurde schließlich Fünfter (+0,94). "Bis auf den unteren Teil war es eine gute Fahrt. Es war sinnlos, dass ich unten so weit rausgesprungen bin, ich wollte riskieren, das war aber blöd", schüttelte der Oberösterreicher den Kopf. 

Daniel Hemetsberger, der in Lake Louise noch Sensations-Zweiter war, musste sich mit Rang elf (+1,27) zufrieden geben. "Ich bin überhaupt nicht zufrieden, von den Bedingungen her war es aber leider ein schwieriges Rennen. Es war weicher als gedacht. Skifahren ist halt ein Outdoorsport", meinte der Oberösterreicher. Otmar Striedinger kam nicht über Rang 17 hinaus (+1,53). Keine Punkte gab es derweil für Julian Schütter auf Rang 35 (+2,46) und Stefan Babinsky als 57. (+3,95). 

Die erste Abfahrt von Beaver Creek musste am Freitag noch wegen starker Schneefälle abgesagt werden, für Sonntag (18 Uhr) ist ein Super-G angesagt.

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