Nach seinem erfolgreichen Einstand im Trainingslager muss der Innenverteidiger Ifeanyi Ndukwe auf seinen Durchbruch bei England-Gigant FC Liverpool noch warten. Grund? Er muss verliehen werden. Nach dem englischen Reglement erfüllt er noch nicht das Punktesystem für eine Spielgenehmigung.
In der vergangenen Saison hatten die Vereine noch zwei Ausnahmeplätze, ab 2026/27 gibt es nur mehr einen. "Das wussten wir nicht, das wusste der Verein nicht. Mit dem müssen wir jetzt umgehen", erklärt Manager Georg Lederer im "ORF".
Der 18-Jährige habe die Situation professionell aufgenommen. Spieler und Berater stehen in engem Kontakt mit dem Klub und suchen gemeinsam nach einem neuen Verein. Jetzt winkt die Rückkehr nach Österreich – womöglich zur Austria.
Derzeit ist er mit den Profis auf US-Tour. Es geht vor allem darum, dass er möglichst viel Spielzeit bekommt und das Spielsystem passt. Bei einer Leihe hat der Innenverteidiger das letzte Wort. Bis 3. August bleibt Ndukwe noch mit der Mannschaft in den USA. Bis zur Rückkehr soll alles geregelt sein. Kommt eine Rückkehr zur Austria in Frage? "Gespräche haben bis jetzt schon auch stattgefunden, es ist aber von Austria-Seite nicht oberste Priorität", meint Lederer.
Am Geld scheitert es aber nicht. "Liverpool wäre bereit zu unterstützen. Die Austria hat eigene Pläne. (...) Ob die Austria oder ein anderer Klub, es wäre dienlich so schnell wie möglich eine Lösung zu finden, dass der Ifeanyi gut einsteigen kann", so der Berater des Liverpool-Spielers. Bei einem Leihgeschäft wird es keine Kaufoption geben. Ziel ist, dass der junge Österreicher danach zu Liverpool zurückkehrt.
Austria-Trainer Stefan Helm beobachtet seinen ehemaligen Schützling weiterhin. Wie er "Laola1" nach dem Match gegen den Wiener Sportclub erzählt hat, hat sich der Burgenländer "alle Sequenzen" des 18-Jährigen beim Liverpool-Debüt angeschaut.