LKH Graz schickte Frau nach Schlaganfall weg

Bild: WIkipedia

In der Steiermark gibt es Wirbel um eine Patientin, die nach einem Schlaganfall heimgeschickt statt stationär aufgenommen wurde. Erst Tage später wurde sie in einem anderen Spital behandelt.

Die 75-Jährige kam am 11. Oktober mit deutlichen Symptomen eines Schlaganfalls, unter anderem mit Sprachstörungen, ins Spital. Wie die Wochenzeitung "Der Grazer" am Sonntag berichtete, wurde sie aber heimgeschickt und bekam den Rat, am Montag zu ihrem Hausarzt zu gehen.

Schlaganfall zwei Tage später bestätigt

Am Sonntag ging es ihr aber wieder schlechter, sie konnte kaum noch stehen oder sprechen. Sie wurde erneut von der Rettung ins LKH gebracht, wo der Schlaganfall bestätigt wurde. Weil kein Bett frei war, wurde sie in die Landesnervenklinik Sigmund Freud überwiesen.

Die Angehörigen wollen sich nun mit einer Beschwerde an die Patienten-Ombudsfrau wenden. Seitens des LKH hieß es, es sei "ein Unglück gewesen, dass wir am Wochenende nicht in der Lage waren, die Patientin aufzunehmen", so Franz Fazekas, Chef der Uniklinik für Neurologie.

"Eine Kostenfrage"

Eine Computertomografie habe keinen Hinweis auf einen größeren Schlaganfall ergeben, und die - genauere - MRT (Magnetresonanztomografie) sei "eine Kostenfrage". Die Frau befindet sich derzeit im LSF und erhält dort eine Therapie.

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