Lkw-Anschlag in Jerusalem fordert vier Tote

In Jerusalem ist am Sonntag ein Lastwagen in eine Menschenmenge gerast. Eine Überwachungskamera hat den Vorfall aus der Entfernung auf Video festgehalten (siehe unten). Mehrere Tote sind zu beklagen, mehr als ein Dutzend Verletzte mussten versorgt werden.

Der Anschlag ereignete sich auf der beliebten Armon Hanatziv Promenade, von der man die Altstadt von Jerusalem umblickt. Der Fahrer lenkte den Lkw angeblich absichtlich in eine Gruppe von Soldaten, die gerade aus einem Bus ausgestiegen war.

Laut "Jerusalem Post" starben vier Personen. Laut der israelischen Zeitung "Haaretz" handelt es sich bei den Toten um drei Frauen und einen Mann, alle zwischen 20 und 30 Jahren alt. Zahlreiche Verletzte sind zu beklagen. Eine Person schwebt in Lebensgefahr, sechs Patienten befinden sich in kritischem Zustand.

Opfer unter Lastwagen eingeklemmt

Einige der Anschlagsopfer wurden unter dem Schwerfahrzeug eingeklemmt, sie mussten mit Hilfe eines Krans befreit werden. Ein Rettungsmitarbeiter sagte im israelischen Fernsehen, es handle sich "um den schlimmsten Anschlag mit einem Fahrzeug" in Jerusalem in letzter Zeit.

"Es ist ein Terroranschlag, eine Rammattacke", sagte eine Polizeisprecherin gegenüber "Israel Radio". Der Fahrer des Lastwagens ist laut ersten Meldungen erschossen worden. Fotos zeigen einen Laster mit zahlreichen Einschusslöchern in der Windschutzscheibe.

Polizei: Mutmaßlicher Attentäter arabischer Abstammung

Laut Polizeichef Roni Alscheich stammt der Tatverdächtige aus der arabischen Nachbarschaft im Osten Jerusalems. Über weitere Details wurde eine Nachrichtensperre verhängt.
Der Stadtteil Armon Hanatziv liegt im Teil Jerusalems, das Israel 1967 erobert hat. Die Palästinenser beanspruchen das Gebiet als Teil einer künftigen Hauptstadt für sich. Im Herbst 2015 war es dort immer wieder zu Anschlägen gekommen.

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