Großes Glück hatte ein Brüderpaar am Samstag in den frühen Morgenstunden nach einem Sekundenschlaf auf der Südautobahn. Die Ukrainer überstanden den schweren Unfall ihres Lasters in der Steiermark unverletzt. In Folge kam es auf der verwüsteten Fahrbahn zu zwei Reifenpannen und einem Auffahrunfall.
Die beiden Ukrainer waren im mit Birnen beladenen Lastwagen von Italien nach Litauen unterwegs, als dem 31-jährigen Lenker gegen drei Uhr im Gemeindegebiet von Nestelbach im Ilztal kurz die Augen zufielen. Der Lkw überquerte ungebremst die Überholspur und krachte mit voller Wucht gegen die Mittelleitschiene.
Der Laster hinterließ eine Spur der Verwüstung. Wrackteile flogen durch die Luft und landeten auf der Fahrbahn. Zwei Pkw-Lenker auf der Fahrt in Richtung Graz konnten nicht mehr ausweichen und erlitten Reifenschäden. Vermutlich zu lange auf die Unfallstelle geschaut hat ein anderer Lenker: Er verursachte einen Auffahrunfall. Glücklicherweise blieben alle Beteiligten, darunter auch der Unfalllenker und sein 36-jähriger Bruder, unverletzt.
Große Menge an Diesel ausgelaufen
Dennoch hatten die Einsatzkräfte alle Hände voll zu tun. Aus dem aufgerissenen Tank des Lastwagens waren 200 bis 300 Liter Treibstoff ausgelaufen. Die Freiwilligen Feuerwehren Neudorf, Ilz, Hochegg und Fürstenfeld gruben das mit Diesel getränkte Erdreich aus, sammelten umherliegende Lkw-Teile ein und richteten den in Schräglage geratenen Sattelzug per Kran wieder auf.
Die Polizei sprach von einem großen Glück, dass der Crash keine Verletzten gefordert hatte. Eine Überprüfung ergab, dass der Lenker die vorgeschriebene maximale Fahrtzeit nicht überschritten hatte.