Lkw-Lenker fuhr schlaflos von Türkei bis Loosdorf durch

Symbolfoto eines Gefahrengut-Transports
Symbolfoto eines Gefahrengut-TransportsiStock
Die Polizei stoppte am Donnerstag auf der A1 einen Gefahrenguttransport, der immer wieder von der Fahrbahn abgekommen war. Es stellte sich heraus, dass der Lenker schon seit Dienstag keine richtige Pause gemacht hatte.

Am Dienstagabend setzte sich ein Türke (44) an der türkischen Grenze zu Bulgarien hinter das Steuer eines rumänischen Sattelschleppers. Geladen hatte der Gefahrenguttransport 22 Tonnen hochentzündlicher Flüssigkeit. Weil der Mann offenbar keine Zeit verlieren wollte, verzichtete er einfach auf Schlaf und richtige Pausen, fuhr quasi bis Österreich durch.

In Niederösterreich auf der A1 wunderten sich dann am Donnerstag mehrere Autofahrer über den Sattelschlepper, der immer wieder rechts von der Fahrbahn abkam. Bei Loosdorf (Bezirk Melk) wurde der Transport dann gegen 9:30 Uhr von der Polizei gestoppt. Bei der anschließenden Lenker- und Fahrzeugkontrolle wurde beim Lenker eine massive Übermüdung festgestellt.

Mit Fahrerkarte geschummelt

Eine Auswertung des Tachografen ergab, dass der Mann rund 1.500 Kilometer lang gefahren war und dabei nie eine Pause gemacht hatte, die mehr als eine Stunde dauerte. Der 44-Jährige dürfte auch die Fahrerkarte mehrmals aus dem Kontrollgerät entnommen haben, um die Nichteinhaltung der Mindestruhezeiten zu verschleiern.

Dem Türken wurde der Führerschein wegen Übermüdung vorläufig abgenommen und es wurde seitens der Polizei eine vorläufige Sicherheit eingehoben. Die Weiterfahrt wurde ihm erst nach dem Einlegen einer ordnungsgemäßen Ruhezeit gestattet. Er wurde der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde und der Staatsanwaltschaft St. Pölten angezeigt.

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