Österreich

Lobau-Tunnel erstes Streitthema von Rot-Grün Neu

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:46

Die Diskussion um den Lobau-Tunnel ist in der neuen Wiener Stadtregierung doch nicht vom Tisch. Die Grünen präsentieren nun eine Alternativlösung, die noch nicht untersucht worden sei.

 
Die unterschiedliche Interpretation über die sechste Donauquerung hatte bereits am Samstag nach der Präsentation des Regierungspakts für Diskussionen gesorgt.

Der langjährige rot-grünen Streit über einen Autobahntunnel unter der Lobau ist also wieder Streitthema der alten, neuen Koalition: "Wien bekennt sich zur Notwendigkeit einer sechsten Donauquerung, die unter bestmöglicher Berücksichtigung des Naturschutzes ohne Beeinträchtigung des Nationalparkgebiets geplant werden soll. Deshalb sollen alternative Planungsvarianten geprüft werden", steht wörtlich im Koalitionspakt.



Die SPÖ interpretiert den ersten Teil des Textes („sechste Donauquerung“) als grünes Licht für den Lobau-Tunnel, womit der Autobahnring um Wien geschlossen werden soll. Häupl dazu am Samstag: Der Tunnel kommt.

Die Grünen hingegen feierten den zweiten Teil des Textes ("alternative Planungsvarianten") bei ihrer Landesversammlung am Samstag: Mit dieser Passage im Koalitionspakt sei der Lobau-Tunnel nun begraben.

Der grüne Umwelt- und Verkehrssprecher Rüdiger Maresch ließ gegenüber der "Presse" aufhorchen: Es gebe eine Alternative, die noch nicht untersucht worden sei:

Die Route führe vom Knoten Kaisermühlen, wo die A22 (Donauuferautobahn) auf die A23 (Tangente) trifft, auf der Raffineriestraße nach Süden bis zur Raffinerie. Dort soll erst eine Brücke über die Donau und dahinter ein Tunnel kommen, worauf die Autobahn beim Hafen Freudenau in die A4 (Ostautobahn) mündet: Diese Variante würde den Nationalpark nicht berühren, so Maresch.

Auch in einem „Wien heute“-Interview zeigten Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) und Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) unterschiedliche Ansichten,

 

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen