Lokale beklagen weniger Umsatz durch Rauchverbot

Das Rauchverbot, das seit 1. November in Kraft ist, soll der Wiener Nachtgastronomie bereits Umsatzeinbußen von 10 bis 20 Prozent beschert haben, hat die Wirtschaftskammer errechnet.

Seit dem 1. November ist in Österreich nun das komplette Rauchverbot in der Gastronomie in Kraft. Das erste Wochenende nach Einführung des Rauchverbots soll für die Wiener Nachtgastronomie bereits mit einem spürbaren Umsatzrückgang von teilweise 10 bis 20 Prozent verbunden gewesen sein.

Das beklagte zumindest der Obmann der Sparte Gastronomie der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Mario Pulker, gegenüber der APA. Pulker berief sich dabei auf eine WhatsApp-Gruppe, in der sich 220 entsprechende Betriebe austauschen.

Lokalbetreiber haben sich großteils ans Verbot gehalten

"Im Großen und Ganzen haben sich alle an das Gesetz gehalten", betonte Pulker. In Wien habe es kaum Beanstandungen durch das Marktamt gegeben. Drei falsche Pickerln seien kritisiert worden, und auch bei dem einen Betrieb, in dem noch geraucht wurde, hoffe man, dass bei der Strafe "nicht ins Volle gegriffen" werde.

Der Lärm auf der Straße vor den Lokalen habe durch Raucher, die ins Freie gehen, schon zugenommen, doch habe es nicht mehr Anzeigen als sonst auch gegeben, meinte der Gastro-Obmann. Das liege vor allem daran, dass die meisten Lokale bereits im Vorfeld den Kontakt zu den Anrainern gesucht haben.

Noch einige ungeklärte Fragen

Allerdings habe eine Disco in Oberösterreich nach 47 Jahren zugesperrt, da der Lärmpegel zu hoch wäre. Die Wirtschaftskammer wünsche sich nun vor allem eine Klarstellung, wie die rechtliche Lage in Bezug auf Freiflächen vor den Lokalen aussehe. Derzeit werde die Frage, ob Gastwirte etwa vor dem Lokal Raucherzelte aufstellen dürfen, je nach Bezirk bzw. Bundesland anders gehandhabt bzw. interpretiert.

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