Mindestens fünf Tote, viele weitere zum Teil schwer Verletzte. Khalid Masood (52) - mehrfach vorbestraft - unter anderem wegen schwerer Körperverletzung, raste mit einen gemieteten Hyundai in Passanten auf der Westminster-Brücke in London. Jetzt werden immer mehr Details über ihn und seine Hintermänner bekannt!
Die Ermittlungen werden mit Hunderten Beamten fortgesetzt. Der britische Verteidigungsminister Michael Fallon sagte, die Polizei arbeitet mit Hochdruck daran heraus zu finden, ob Masood wirklich allein handelte.
Schon zehn Festnahmen
Am Donnerstag nahm die Polizei bei Razzien acht Verdächtige in Wales, London und Birmingham fest. Am Freitag kamen zwei weitere hinzu. Das bei dem Anschlag verwendete Fahrzeug wurde in Birmingham angemietet. Die mittelenglische Stadt gilt als Hochburg der Islamistenszene in Großbritannien. Einer der mutmaßlichen Drahtzieher von Brüssel und Paris, Mohamed Abrini, hatte dort gewohnt.
Er sitzt seit seiner Festnahme in Belgien im April 2016 in Haft. Derzeit prüft die Polizei, ob Masood Komplizen bei der Ausführung der Bluttat hatte, die auf das Netzwerk Abrinis zurück zu führen sind.
Attentäter hatte mindestens drei Namen
Masood wurde 1964 in Kent geboren und lebte zuletzt in Birmingham. 1983 wurde er zum ersten Mal verhaftet. Damals wurde ihm Sachbeschädigung angelastet. In den kommenden Jahren legte er sich mehrere Alias-Namen zu. Einer davon dürfte "Adrian Russell Ajao" sein. Der Mann wurde eigentlich als "Adrian Elms" geboren.
Der 52-Jährige musste sich jedenfalls mehrmals wegen tätlichen Angriffen, schwerer Körperverletzung und Störung der öffentlichen Ordnung verantworten. Im Dezember 2003 wurde er zuletzt wegen unerlaubten Besitz eines Kampfmessers verurteilt. Nachbarn nannten ihn laut "bbc" nur den "Vampir", da er spätabends in schwarzer Kleidung unterwegs war.
Masood lehrte Englisch, war Bodybuilder
Unbestätigten Meldungen zufolge soll er verheiratet gewesen sein, und drei Kinder haben. Nachbarn hätten ihn als "netten und ruhigen Typ" bezeichnet. Er verdiente sich sein Geld als Englisch-Nachhilfelehrer und war begeisterter Bodybuilder. Doch irgendwann konvertierte er zum Islam und wurde ein "Gottes-Krieger".
Der IS hatte während der letzten 18 Monate speziell den Briten immer wieder mit verheerenden Anschlägen gedroht. Am Ende eines Propaganda-Videos nach dem Massaker in Paris, im November 2015, hatten die Dschihadisten Großbritannien als ihr nächstes Ziel auserkoren.
(red)