London und Linz rüsten sich für Marathon

Bild: Reuters

Der London-Marathon am Sonntag mit 36.000 Teilnehmern soll wie geplant stattfinden. Allerdings würden zusammen mit den Veranstaltern die Sicherheitsvorkehrungen überprüft, teilte die Metropolitan Police in London mit. Auch Prinz Harry wird dabei sein und die Siegerehrung durchführen. Auch in Linz soll am Sonntag genauer kontrolliert werden.

Die Londoner Polizei und die Organisatoren überprüfen derzeit die Sicherheitsstrategie für den Marathon, der einer der größten weltweit ist. Der London Marathon führt quer durch die Innenstadt an zahlreichen Sehenswürdigkeiten vorbei. Weit über 30.000 Teilnehmer und geschätzte 500.000 Zuschauer werden erwartet.

Auch Prinz Harry wird vor Ort sein. Der 28-Jährige werde wie geplant die Ehrungen der Gewinner in den verschiedenen Kategorien übernehmen und freiwillige Helfer treffen, hieß es am Dienstag vom Palast. Harry, der Dritte in der britischen Thronfolge, ist Schirmherr der Stiftung London Marathon Charitable Trust.

Unmittelbar vor dem Start des London-Marathons wird am Sonntag in Gedenken an die Ereignisse und Opfer der Explosionen beim Boston-Marathon eine über 30 Sekunden gehende Periode des Schweigens eingelegt. Anfang und Ende der 30 Sekunden werden durch ein Pfeifsignal gekennzeichnet. Außerdem werden alle Läufer angehalten, mit Trauerflor bzw. einer schwarzen Armbinde zu laufen. Die Binden werden bei der Startnummernausgabe verteilt.

Zuversicht in Linz

Auch Linz hat die Sicherheitsvorkehrungen für den Marathon am Sonntag verschärft. So soll in der Nacht zuvor das Gelände vor allem am Hauptplatz, wo sich das Ziel befindet, noch einmal genau kontrolliert werden. Das erklärte Oberst Heinz Felbermayr vom Linzer Stadtpolizeikommando in einer Pressekonferenz der Organisatoren am Dienstag.

Sie sei nach den Ereignissen in den USA erschüttert gewesen, sagte Vizebürgermeisterin Christiana Dolezal (S). Linz sei aber mit Boston nicht zu vergleichen und in der Landeshauptstadt sollten derartige Dinge nicht vorkommen, hofft sie. "Wir werden das keinesfalls bagatellisieren, aber auch nicht dramatisieren", so Felbermayr, "wir sind bestens vorbereitet".

Auch in Berlin Alarmbereitschaft

Auch die Veranstalter des Berlin-Marathons am 29. September wollen nach dem Anschlag auf den Marathon in Boston ihr Konzept überprüfen. "Wir müssen erörtern und die Information bekommen, was jetzt wirklich in Boston passiert ist", sagte Renndirektor Mark Milde, der auch Renndirektor in Wien ist, im ZDF-"Morgenmagazin".

Der Anschlag in Boston sei nun im Hinterkopf der Organisatoren. "Da werden wir unsere Konsequenzen daraus ziehen in Abstimmung mit den Behörden, mit denen wir auch sonst gut zusammen arbeiten", erklärte Milde. Wenn es zum Schlimmsten komme, sei man vorbereitet.

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