Lorenz-Böhler sperrt die Ambulanz in der Nacht zu

Bild: Picturedesk

Schlechte Nachricht für Patienten des Lorenz-Böhler-Krankenhauses: Ab 1. Juli wird die Ambulanz um 22 Uhr geschlossen. Und bleibt das auch bis 6 Uhr des nächsten Tages. Ausgenommen sind Unfallopfer, die per Rettung oder Hubschrauber eingeliefert werden.

Offizielle Begründung des Unfallspitals in der Brigittenau: Man wolle durch eine "Lenkung der Patientenströme die Qualität der Behandlung trotz steigender Patientenzahlen auf hohem Niveau halten". Tatsächlich hatten sich Ärzte über hohe Belastung untertags und fehlendes Personal beklagt. Dadurch hätten Operationen in die Nachtstunden verschoben werden müssen.

Immerhin versorgt das Krankenhaus rund 25 % aller Unfallopfer in Wien. Hinter vorgehaltener Hand berichten Mediziner allerdings von Fällen, in denen Patienten mit leichten Beschwerden wie Sonnenbrand und Ähnlichem die Ambulanz in der Nacht aufgesucht hätten. Ganz unumstritten dürfte die Schließung dennoch nicht sein. Denn eine Betriebsversammlung am vergangenen Freitag dauerte ungewöhnlich lange. Primar Harald Hertz auf "Heute"-Nachfrage: "Ich bin nicht auskunftsbefugt …"

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