Bei der deutschen Drogeriekette Schlecker muss bis Freitag ein rettender Käufer präsentiert werden, andernfalls wird der Betrieb eingestellt, tausende Mitarbeiter würden ihren Job verlieren. Davon betroffen wäre auch die Österreich-Tochter mit ihren 930 Filialen, in der rund 3.000 Menschen beschäftigt sind.
Bei der deutschen Drogeriekette Schlecker muss bis Freitag ein rettender Käufer präsentiert werden, sonst wird der Betrieb eingestellt. Tausende Mitarbeiter würden ihren Job verlieren. Davon betroffen wäre auch die Österreich-Tochter mit ihren 930 Filialen, in der rund 3.000 Menschen beschäftigt sind.
Doch für Schlecker Österreich gibt es ebenfalls Gespräche mit Investoren, sagte Anwalt Klaus Ferdinand Lughofer. In Deutschland ruhen die Hoffnungen auf dem Investor Nicolas Berggruen, der nach der Übernahme von Karstadt auch für die Schlecker-Mitarbeiter zum Retter werden könnte.
Die Schlecker International GmbH, zu der auch Österreich (Anton Schlecker Gesellschaft m.b.H.) gehört, ist nicht insolvent, gehört aber zum Vermögen von Firmengründer Anton Schlecker. Für sie zeigt der Münchner Dubag Interesse, beide Seiten seien "handelseinig", hieß es zuletzt.
Kann Österreich-Ableger allein existieren?
Selbst wenn die Rettung in Deutschland nicht gelinge, könne Österreich alleine agieren, versuchte Firmenanwalt Lughofer zu beruhigen. Branchenexperten und Wirtschaftsprüfer sind allerdings anderer Meinung und verweisen auf die enge Verflechtung zwischen Österreich und Deutschland - vor allem beim Einkauf. "Um den Einkauf mache ich mir am wenigsten Sorgen", meinte hingegen Lughofer. Aus seiner Sicht sind IT und Lagerverwaltung, die über die Konzernmutter in Deutschland laufen, eher das Problem.
Schlecker-Österreich hat hohe Forderungen gegenüber der Konzernmutter, die aufgrund der Insolvenz eingefroren sind. Im Jahr 2010 beliefen sich diese Forderungen auf 169 Mio. Euro, in etwa so hoch war damals auch das Eigenkapital.
Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz hatte vergangene Woche eine Galgenfrist bis diesen Freitag gesetzt und betont, dass bis dahin "belastbare Angebote" vorliegen müssten.