Wirtschaft

Lotsen-Streik: Lufthansa streicht Österreich-Flüge

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:47

Der für Donnerstag und Freitag angesetzte europaweite Streik der Fluglotsen hat entgegen Ankündigungen doch Auswirkungen auf Österreich. Die AUA-Konzernmutter Lufthansa streicht zwölf Flüge von und nach Österreich. Betroffen sind vor allem Verbindungen in der Früh von und nach München, Frankfurt und Düsseldorf.

doch Auswirkungen auf Österreich. Die AUA-Konzernmutter Lufthansa streicht zwölf Flüge von und nach Österreich. Betroffen sind vor allem Verbindungen in der Früh von und nach München, Frankfurt und Düsseldorf.

In Österreich sind am Donnerstag von 9.00 bis 11.00 Uhr Betriebsversammlungen der Fluglotsen auf allen Flughäfen bundesweit geplant. Die AUA ist nach Eigenangaben weiter nicht von Ausfällen betroffen, vereinzelt könne es aber zu Verzögerungen kommen. Flugreisende sollen sich beim betreffenden Airport über die aktuelle Lage informieren. Für Freitag sind noch keine Beeinträchtigungen bekannt.

Konkret betroffen sind am Donnerstag folgende Flüge:

Flüge ab Wien: LH1233 (09.05 Uhr nach Frankfurt), LH3089 (09.30 Uhr nach Düsseldorf), LH2327 (11.20 Uhr nach München)

Flüge nach Wien: LH3088 (07.15 Uhr aus Düsseldorf), LH1234 (08.35 Uhr aus Frankfurt), LH2326 (09.15 Uhr aus München)

Flug ab Linz: LH1251

Flug nach Linz: LH1250

Flüge ab Graz: LH2341, LH1261

Flüge nach Graz: LH2340, LH1260

Ganz Europa bangt

Der Fluglotsenstreik in Europa wirbelt vor allem den Flugplan der Lufthansa durcheinander. Seit Mittwoch fallen gut 50 Kurz- und Mittelstreckenflüge aus. Am Mittwoch legten tagsüber vor allem die Luftraumkontrolleure in Italien zeitweise die Arbeit nieder, am Abend folgten die Kollegen aus Frankreich.

Großes Chaos bleibt aus

Daneben haben die Fluglotsen aus vielen kleineren Ländern zeitlich begrenzte Streiks angekündigt. Das ganz große Chaos bleibt aber aus, nachdem die französische Fluglotsengewerkschaft einen Ausstand über fünf Tage absagte. Auch die deutschen Kontrolleure zogen ihre Streikankündigung daraufhin zurück.

Mit den Arbeitsniederlegungen demonstrieren die Lotsen gegen eine von der EU-Kommission vorangetriebene Reform der europäischen Flugüberwachung, die Arbeitsplätze kosten könnte. Die meist staatlichen Anbieter sollen die Gebühren senken und mehr Verkehr abwickeln. Das Ganze nennt sich dann Single European-Sky-Abkommen (SES). Die Gewerkschaften sehen Sicherheits- und Kapazitätsprobleme, die nach ihrer Darstellung teils auf falschen Berechnungsgrundlagen fußen.

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