Wien

Lotto-Fan (69) von Trio abgepasst, gefesselt, beraubt

Ein Trio soll einen Wiener (69) am Weg zur Trafik abgepasst und ausgeraubt haben. Ein Verdächtiger wurde gefilmt. Er sagt: "Ist ein Doppelgänger."
22.12.2022, 17:26
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Seine Lotto-Leidenschaft wurde einem nach einem Schlaganfall beeinträchtigten Wiener (69) fast zum Verhängnis: Der Pensionist war Ende Mai – wie jeden Montag und Donnerstag – mit seinem Gehstock in seine Stammtrafik in Wien-Floridsdorf gegangen, um dort seine Zahlen vom Vortag checken zu lassen und einen neuen Schein aufzugeben. Doch diese Routine-Tour dürfte auch einem kriminellen Trio aufgefallen sein.

Polsterüberzug über Kopf

Denn zuhause vor der Haustüre in Wien-Floridsdorf wurde der gebürtige Burgenländer von drei unbekannten Männern bereits „erwartet“, in die Wohnung gestoßen, mit einem Handykabel gefesselt, bekam einen Polsterüberzug über den Kopf. Das Trio durchsuchte rund eine halbe Stunde die Wohnung des alleine lebenden Rentners, raubte über 1.000 € Bargeld  und flüchtete. Ein Nachbar half dem Opfer, das Trio wurde von Kameras (Trafik und Nagelstudio) gefilmt.

Dabei konnte ein vorbestrafter Slowake (50) ausgeforscht werden. Trotz erdrückender Beweislast sprach der dreifache Familienvater (es gilt die Unschuldsvermutung) zunächst von einem Doppelgänger und schließlich von einer Videomanipulation.

Selbst Angehöriger erkannte Verdächtigen

Aber Gutachter und der Vater des Verdächtigen sind sicher: Es war der 3-fache Vater am Video. Der Osteuropäer wurde wegen schweren Raubes verhaftet, sitzt in U-Haft und wartet auf seinen Prozess. Von den beiden Komplizen fehlt jede Spur, der 50-Jährige schweigt dazu.

Im Februar muss der Slowake schließlich vor Gericht. „Ich werde auf ihn einwirken“, hofft sein Anwalt Florian Höllwarth auf ein Geständnis und mildes Urteil.

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