Lotto-Spieler gewinnt Milliarde, kriegt nicht mal die Hälfte

Ein glücklicher Kunde mit Lottoscheinen an der Tankstelle, wo das Gewinnlos für den Milliarden-Jackpot verkauft wurde.
Ein glücklicher Kunde mit Lottoscheinen an der Tankstelle, wo das Gewinnlos für den Milliarden-Jackpot verkauft wurde.REUTERS
Ein Solo-Sechser hat einen der größten US-Jackpots aller Zeiten geknackt. Der Gewinner steht nun vor einer schwierigen Entscheidung.

Millionen kann man sich als Normalsterblicher auf seinem Konto schon mal vorstellen, aber gleich mehr als eine Milliarde? Ein Lottospieler aus den USA hat am Samstag einen der größten Lotto-Jackpots der Geschichte geknackt. Sage und schreibe 1.280.000.000 Dollar lagen im Topf, der nun ausgeschüttet wird.

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Oder eigentlich werden soll, denn der Neo-Milliardär hat sich laut "Reuters" bislang noch nicht gemeldet. Und das, obwohl sogar die genaue Adresse der Verkaufsstelle öffentlich bekannt ist.

Der "Mega Millions"-Schein mit der Gewinnkombination 13, 36, 45, 57, 67 samt Zusatzzahl 14* wurde an einer Tankstelle im Chicagoer Vorort Des Plaines im Bundesstaat Illinois gelöst. Gekostet hatte er 2 Dollar.

"Wir wissen nicht, ob Sie sich bewusst sind, dass Sie einen Preis gewonnen haben oder nicht. Ich empfehle daher jedem, sein Los zu überprüfen", sagte der Chef der Lotto-Gesellschaft Harold Mays bei einer Pressekonferenz. Die Uhr tickt jedenfalls. Nur ein Jahr hat der oder die Glückliche Zeit, den riesigen Gewinn zu beanspruchen.

Wichtige Entscheidung

Und noch eine Entscheidung wartet dann auf den Neo-Milliardär: Alles auf einmal auszahlen lassen, oder nur einen Teil samt weiteren Ratenzahlungen über die nächsten 29 Jahre. Die meisten Gewinner würden sich den Betrag gleich komplett auszahlen lassen, enthüllt Mays. Dabei bekommen sie aber nicht die gesamte Summe. Im konkreten Fall würde der Gewinn auf 747,2 Millionen Dollar zusammenschrumpfen.

Doch selbst diese bleiben am Ende nicht übrig, denn der amerikanische Fiskus schneidet noch einmal einen enormen Teil des Kuchens für sich selbst ab. Der Lotto-Sieger würde laut "Forbes" automatisch in die höchste Steuerklasse fallen und automatisch wandern 37 Prozent des Gewinns in die klingelnden Steuerkassen Washingtons!

Auch Illinois zwackt dann weitere knapp 5 Prozent an Steuern ab. Am Ende bleiben von den einstig 1,28 Milliarden nur noch 470.736.000 Dollar übrig. Damit lässt es sich immer noch gut leben, doch von einer Eintragung in das Milliardärsregister ist der Jackpot-Knacker aber wieder weit entfernt.

Fatale Fehler-Falle für Neo-Millionäre

Landen plötzlich Millionen auf dem Konto, begehen viele Lotto-Gewinner auch kapitale Fehler. Dem ersten Impuls zu folgen, ist vielleicht nicht die beste Idee. Im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung enthüllten Experten von zwei der größten Lotto-Gesellschaften Deutschlands, welche fatale Fehler Neo-Millionäre begehen und zeigten, wie man sie vermeiden kann:

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*Alle Angaben ohne Gewähr!

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